Tuning
Eine der gängigsten Varianten des Tunings ist, einen leistungsfähigeren Motor in das Fahrzeug einzusetzen. Gerne werden hierbei auch Motoren aus anderen Fahrzeugen verwendet. Ein großes Plus an Leistung versprechen hierbei Aggregate mit Mehrventiltechnik. Durch mehrere Ventile lassen sich größere Einlass- und Auslassquerschnitte erreichen. So gelangt das Kraftstoff-Luft-Gemisch schneller in den Verbrennungsraum und die Rückstände können auch in kürzester Zeit wieder ausgestoßen werden.
Mehr Leistung verspricht auch die Vergrößerung des Hubraums. Dabei gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: die Erhöhung des Hubs und das so genannte "Aufbohren". Beide Varianten sind technisch sehr aufwendig und daher auch sehr teuer. Um den Hub zu erhöhen, wird im Allgemeinen eine größere Kurbelwelle eingebaut. Auf diese Weise entstehen höhere Massenkräfte und höhere Kolbengeschwindigkeiten, die zum einem höheren Verschleißverhalten des Motors führen können. Aber auch aufgrund des begrenzten Raumangebots im Kurbelgehäuse, sind die technischen Möglichkeiten schnell ausgereizt.
Das Aufbohren hingegen ist ein weniger aufwendiger Vorgang. Hier wird die Bohrung des Zylinders vergrößert und anschließend ein größerer Kolben eingesetzt. Verfügt der Motor über auswechselbare Laufbüchsen, so ist diese Art der Hubraumvergrößerung dem Einbau einer größeren Kurbelwelle vorzuziehen.
Einige Serienfahrzeuge, wie von Mercedes, Audi, BMW, Opel oder VW sind schon von Haus aus mit Turbos ausgestattet. Diese verfügen zwar über eine ordentliche Leistung, doch ein richtig konfigurierter Turbolader hat weit mehr auf dem Kasten. Speziell auf einzelne Motorentypen ausgerichtete Turbokits bringen bis zu 55 Prozent mehr Drehmoment; serienmäßige Turbos hingegen - nur max. 20 Prozent.
Mit einem Turbolader kann ein hohes Drehmoment und somit eine höhere Motorleistung erzielt werden. Dieser Effekt wird mit der Zufuhr zusätzlicher Luft bzw. Verdichtung der Luft mittels eines an den Motor angebauten Aufladegebläses verwirklicht. Durch die erhöhte Dichte kann bei jedem Einlasstakt mehr Sauerstoff in den Brennraum des Motors gelangen und der höhere Sauerstoffgehalt ermöglicht wiederum eine bessere Verbrennung.
Dabei wird die Bewegungs- und Wärmeenergie des Motorabgases genutzt, um die Abgasturbine des Turboladers anzutreiben. Die Abgasturbine treibt den Verdichter an. Dieser presst die Luft zusammen, die sich bei dem Vorgang erwärmt. Im Ladeluftkühler wird sie dann wieder abgekühlt.
Ein Problembereich des Turboladers ist das so genannte "Turboloch". Im unteren Drehzahlbereich erreicht er nicht die notwendige Drehzahl. Dies bedeutet, die Luft wird nicht ausreichend komprimiert. Die zusätzliche Leistung steht beim Tritt auf das Gaspedal erst nach einigen Sekundenbruchteilen zu Verfügung.
Bei modernen VGT-Turboladern wird dieser Effekt teilweise kompensiert. Hier wird über variabel verstellbare Leitschaufeln die notwendige Verdichtung über den gesamten Drehzahlbereich erreicht.
Bei der Frage nach dem Preis ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Ab ca. 2000 Euro sind Turbolader inklusive Einbau zu haben. Mit der Leistungsstärke steigen auch die Preise deutlich an. Denn mit dem Einbau von kräftigeren Turbokit-Varianten, sind oft auch weitere Umbauten (z.B. an der Antriebstechnik) notwendig.