Neuvorstellungen Mai 2008

Audi RS 6 Avant

Was hat er, was ich nicht habe? So oder ähnlich dürften die Fragen so mancher Top-Hersteller angesichts des neuen RS 6 Avant lauten. Er ist der stärkste Serien-Audi, den es jemals gab, ja sogar der stärkste Kombi der Welt, den die Ingolstädter nun auf dem Markt förmlich freilassen.

Er besticht durch seinen V10-Biturbomotor mit satten 580 PS und 650 Nm unter der Haube. Da jedes PS lediglich 3,5 Kilo bewegen muss, sprintet der Wagen los wie bei einem Raketenstart.

Audi RS 6 Avant Audi RS 6 Avant

Ein solches Ausnahmemodell will gefahren werden, und zwar standesgemäß. Dieses Kraftpaket, das es in nur 4,6 Sekunden von 0 auf 100 und in nur 14 Sekunden von 0 auf 200 schafft, ist bei 250 km/h abgeriegelt. Eigentlich schade, denn der Tacho reicht bis 330 km/h. Doch es besteht die Möglichkeit, mit einem Entgelt von rund 2.000 Euro auf 280 km/h zu erhöhen, wodurch wohl so mancher in Versuchung geführt werden wird.

Der Verbrauch liegt bei 14 Litern, wobei dieses Auto artgerecht gefahren werden will und dabei schnell mal 20 Liter und mehr verzehrt. Allerdings lässt dieses schnittige und leistungsstarke Modell nicht nur Konkurrenten wie den BMW M5 Touring mit seinen 507 PS auf der Strecke, sondern auch in gewisser Weise den Umwelttrend, der dieser Tage den Zeitgeist mitbestimmt. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel und wer würde angesichts dieses Fahrspaßes schon nein sagen?

Audi RS 6 Avant Audi RS 6 Avant

Die wohlgeformten Proportionen des Familienautos, in deren Herzen der fünf Liter große Motor schlummert, kommen daher wie ein Wolf im Schafspelz.

Mit einer 6-Stufen-Automatik ausgestattet verspricht der RS 6 Avant, die Tiptronic einmal leicht gestreichelt, unbegrenzten Fahrspaß der Extraklasse. Der Sound des getarnten Kombis wirkt stets kommod und lässt mit seinem satten Charakter Autoliebhaberherzen höher schlagen. Dank seines Allradantriebs bleibt der Sprinter trotz rasanter Manöver stets in der Spur. Ob auf der Landstraße in der Ebene oder auf den Serpentinen der Berge, der RS 6 liegt auf der Straße wie auf Schienen. Sollte es einmal heikel werden, sorgen die aus riesigen Keramikscheiben bestehenden Bremsen in den 19-Zoll-Felgen für den optimalen Weg. 255er- Reifen ummanteln in der Regel die muskulösen Felgen.

Audi RS 6 Avant

Der Laderaum fasst bis zu 1660 Liter. Von Platzmangel kann also keine Rede sein. Der Innenraum gibt sich sportlich elegant. Die Sitze weisen klare Konturen auf und sind mit einer Leder-Alcantara-Kombination bezogen. Traditionelle Holzvertäfelungen weichen sportlichen Elementen aus Aluminium und Carbon, wodurch die Lässigkeit des optischen Designs perfektioniert wird.

Der elegante Kraftprotz wird im April für rund 106.900 Euro zu haben sein – ein stolzer Preis für eine noch stolzere Leistung.

BMW X6

BMW gehört zu den Herstellern, die ungern ihre Stammkundschaft skandalisieren. Tradition, Geschmack und konsequente Modellplannung – das steckt hinter den drei Buchstaben, die inzwischen auf der ganzen Welt bekannt sind. Und das ist anscheinend eine sehr erfolgreiche Konzeption – der weltweite Umsatz will von der drohenden Rezession und starker Konkurrenz aus Asien nichts wissen und die BMW-Mitarbeiter dürfen sich jedes Jahr auf fette Prämien freuen, mit denen sie den Neid eines breiten Publikums auf sich ziehen. Also Konservatismus zahlt sich doch aus. Die hauseigenen Ingenieure bleiben dem BMW-Markenzeichen treu – Kühlergrill, Scheinwerfer oder Innenraum sind weiterhin unverwechselbar. Das gleiche kann man auch vom Spritverbrauch behaupten. Allen Öko-Debatten und CO2-Diskussionen zum Trotz produziert der bayerische Top-Hersteller Spritschlucker am laufenden Band. Pressemitteilungen berichten immer intensiver von neuen Solar- und Hybrid-Konzepten, die in Entwicklung sind. Bis dahin sollen wir uns mit prächtigen, kräftigen und spritdurstigen Benzin- und Diesel-Triebwerken zufrieden geben. Solche kommen auch beim neuen X6 zum Einsatz.

BMW X6 BMW X6

Die Bezeichnungen der heutigen Automobile werden immer komplizierter. Früher war die Wahl ganz praktisch auf Kombi und Coupé beschränkt, heute ist dagegen die Zungenmuskulatur bei vielen Automobilen extrem beansprucht. Der X6 ist eigentlich nichts anderes als ein Sports Utility Coupé. Damit gemeint ist die Kombination von Coupé und SUV, aber auch von Dynamik und Stärke, von Stil und Offroad-Image. Die Offroad-Vorteile bleiben allerdings etwas auf der Strecke, denn das Design des neuen Modells erlaubt nicht den uneingeschränkten Einsatz des Wagens, umso weniger macht es sein Preis.

Dafür ist aber das Automobil äußerst agil. Im Gegensatz zum X5, der mitunter etwas unathletisch erschien, federt der neue SUC (für Sports Utility Coupé) spürbar geschmeidiger. Geschwindigkeit ist kaum wahrnehmbar und die Symphonie, die aus den Triebwerken erklingt, ist ein richtiger Genuss für die Autobegeisterten.

BMW X6 BMW X6

Die Motoren, die beim X6 zum Einsatz kommen, sind natürlich Créme de la Créme der Autoindustrie. Unsere Präferenzen sind auf jeden Fall für das xDrive 50i-Triebwerk reserviert. Dabei handelt es sich um einen V8-BiTurbo mit 4395 cm³ Hubraum, aus dem die magischen 407 PS bei 5500 U/Min kommen. Diese wilde Power wird von einem hohen Drehmoment unterstützt, der sein Maximum bei 600 Nm bei 1750 U/Min. erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit wurde vom Hersteller bei 250 km/h festgelegt, was angesichts der vorher erwähnten Zahlen vielleicht nicht so beeindruckend ist. Damit will sich der Hersteller vielleicht nur absichern, dass alle Verkehrsvorschriften eingehalten werden. Ein anderer Punkt, der die Höchstgeschwindigkeit beeinflusst, ist der permanente Allradantrieb, der bei Off-Road-Automobilen ein absolutes Muss ist. Im neuen X6 arbeitet dieser perfekt sowohl auf ungeraden Country-Roads, als auch auf den endlosen amerikanischen Autobahnen. Den Sprint zum 100 km/h schafft der Bayer in nur 5,4 Sekunden – ein eindeutiger Beweis für die beeindruckende Performance der Motortechnik.

Im X6 bietet der Hersteller eine Reihe von technischen Fahrassistenzen, die Sicherheit und Fahrverhalten optimieren sollen. Allen voran soll das System erwähnt werden, das den allradgetriebenen Viersitzer auf Asphalt flinker machen soll. DPC (Dynamic Performance Control) heißt die innovative Entwicklung und verteilt die Antriebskraft aktiv zwischen den Hinterrädern – ähnlich der Technologie, die Saab, Honda und Mitsubishi anbieten. Aufpassen sollte der Fahrer allerdings, dass er das Gefühl für das Tempo nicht verliert. Zu den weiteren technischen Leckerbissen gehören der automatische Wankausgleich und die Aktivlenkung, die das Fahren viel lebendiger und leichter machen.

BMW X6

Über den Innenraum kann man nicht viel sagen. Hier fühlt man sich zu Hause – die Unterschiede zu anderen sportlichen Modellen von BMW sind kaum wahrnehmbar. Der Spritverbrauch ist aber was ganz anderes. Der von uns gelobte V8-Biturbo schluckt 12,5 L/100 km EU-Drittelmix. Man dachte, dass solche Zahlen eher zu der Vergangenheit gehören, doch, was der Spritverbrauch angeht, möchte BMW die Erinnerung an die amerikanischen Chrompaläste in den Zeiten vor der Öl-Krise erwecken. Andererseits sind 12,5 Liter für ein SUV nicht so viel, wenig und umweltbewusst sind sie aber auch nicht. Um die Gewissensbissen zu mildern, bieten die Bayerischen Motorenwerke ab nächstem Jahr auch ein Hybrid-Modell des SUC an.

Fazit: Tja, der X6 ist ein deutsches Automobil par excellance – kräftig, hoch qualitativ und konservativ. BMW legt viel Wert auf Fahrdynamik, Traktion und allgemeine Performance des Automobils, weniger allerdings auf zukunftsweisendes Design und Ausstattungs-Schnick-Schnack. Überraschungen sind auch beim neuen Modell nicht zu erwarten. Mit einem Startpreis von 55.800 Euro ist der X6 um etwa 3.000 Euro teurer als das Vorgängermodell, doch die Verbesserungen hierzu sind enorm.

Peugeot 308 SW

In Frankreich tut sich was. Renault ist inzwischen auf allen Kontinenten eine der führenden Automobilmarken und Peugeot und Citroën kooperieren erfolgreich mit Mitsubishi und erobern immer mehr Marktanteile in Europa, Asien und Amerika. Unsere Sympathien für Peugeot können wir nur schwer verbergen – aus gutem Grund. Der Hersteller ist einer der wenigen in der Automobilbranche, der einen eigenen Fahrzeugstil entwickelt und weltweit vermarktet. Stil ist genau das Prinzip, das die gesamte Geschichte des Herstellers prägte und immer noch charakterisiert. An den Modellen mit dem Löwen-Emblem arbeiten stets die führenden Industrie-Designer der Welt, die auch Symbole entwickeln, deren Kopie bei so manchem Konkurrenten unverhofft in leicht verändertem Gewand auftaucht. War das etwa nicht so mit den mandelförmigen Scheinwerfern, die zum ersten Mal in der 6er Serie von Peugeot zum Einsatz kamen und die inzwischen zu einem Automobil-Clicheé geworden sind? Ein breites Inspirationsfeld bietet auch die jüngste Entwicklung des namhaften Herstellers, die an diesem Wochenende Premiere feiert.

Peugeot 308 SW Peugeot 308 SW

Der 308 SW ist ein Star, schon lange bevor er offiziell vorgestellt wurde. Das Modell bereichert das Angebot in einem Segment, das sich für Peugeot als äußerst erfolgreich etabliert hat. Die 308-Familie gehört weltweit zu den größten Triumphen der fast 200-jährigen Automobilmarke. Der neue 308 SW soll gleich zwei Modelle des alten 307 ersetzen: den Kombi namens Break und den SW. Dabei war vor allem der 307 SW ein Super-Hit, was die Erwartungen an dieses neue Automobil noch höher ansetzt.

Gegenüber seinem Vorgänger hat der 308 SW in allen Dimensionen zugelegt – nun misst er 4,50 Meter in der Länge und 1,82 Meter in der Breite. Ganz markant ist am neuen Modell die breite Heckscheibe, die sich bis in die Seitenflanken hineinzieht. Von außen sieht der 308 SW gleichzeitig edel und sportlich, wild und kultiviert aus. Der Schlüssel zu diesem Geheimnis liegt eindeutig in der Harmonie und Balance zwischen den einzelnen Elementen. Hier ist nichts überflüssig und nichts trübt den Gesamteindruck vom Exterieur.

Peugeot 308 SW

Im Innenraum herrscht eine ganz andere Atmosphäre. Nicht dass es hier nicht harmonisch und schön aussieht, doch im Fahrzeuginnern gibt es andere Vorzüge, mit denen der Franzose besticht. Die führenden Prinzipien sind Komfort und Effizienz. Eine tolle Erfindung sind die ab der Version Sport serienmäßigen einzelnen Rücksitze. Stets mit an Bord sind gleich drei Einzelsitze für die zweite Reihe, von denen es gegen Aufpreis nochmals zwei zusätzliche Sessel für die dritte Reihe gibt. So kann der SW im Hand- bzw. Sitzumdrehen in einen ebenfalls geräumigen Siebensitzer verwandelt werden. Auch der Kofferraum ist ein richtiger Verwandlungskünstler. Durch ein kinderleichtes Klappmanöver lässt sich der ebene Laderaum auf bis 1736 Liter erweitern. Und das ist deutlich mehr als bei der Konkurrenz.

Nicht nur die Familienkoffer genießen aber einen ausgezeichneten Komfort. Bis zu fünf Passagiere fühlen sich im geräumigen Salon gänzlich bequem. Dazu trägt auch die ausgezeichnete Federung bei: Schlechte Fahrbahnen schlagen kaum mal bis zu den Passagieren durch. Darüber hinaus ist die Materialanmutung der verwendeten Oberflächen erste Sahne und vermittelt ein Gefühl des noblen Luxus. Die Franzosen entwickeln ja Stilikonen und haben ein phantastisches Farbengefühl, das sich auch im neuen 308 SW bemerkbar macht. Das Interieur wirkt weder kitschig wie der Jahrmarkt, noch bieder wie eine Piano-Bar.

Und nun kommen wir eben zu dem Punkt, an dem die Peugeot-Ingenieure am fleißigsten gearbeitet haben – das Fahrverhalten. Der neue 308 SW wird sich wahrscheinlich als Maßstab im mittleren Segment durchsetzen, da das Preis-Leistungsverhältnis unschlagbar ist. Trotz der Länge von fast fünf Metern zeigt sich der edle Franzose sehr dynamisch, gar akrobatisch auf Straßen und Autobahnen. Aber auch sein Kurvenverhalten ist vorbildlich. An den Start gehen gleich sechs Motorvarianten – vier Benziner und zwei HDi – die ein hohes technische Niveau und ausgezeichnete Performance anbieten. Die Benziner entfalten ihre Kraft in einem breiten Rahmen, der bei dem 1,4-Liter-Turbo-High-Pressure-Triebwerk anfängt (70 kW/ 95 PS) und bei dem 1,6-Liter-THP-Motor (110 kW/ 150 PS) endet. Die zwei stärkeren Triebwerke sind mit einem neu entwickelten Sechs-Schaltgetriebe kombiniert. Bei den anderen zwei kommt ein Fünfgang-Schaltgetriebe zum Einsatz. Bei den Diesel-Varianten kann der Kunde zwischen einem 2,0-Liter VTi und einem 1,6-Liter-Triebwerk wählen. Das erste leistet 110 kW/136 PS und das kleinere bringt 103 kW und 140 PS auf die Straße. Beide Diesel verfügen über serienmäßige Rußpartikelfilter.

Peugeot 308 SW Peugeot 308 SW

Alles in allem ist der Peugeot 308 SW ein umwerfendes Automobil par excellance. Die Leistung der Motoren wird durch eine Reihe von nützlichen Fahrassistenzen unterstützt, die die Reise schneller und sicherer machen. Dabei ist der neue Peugeot preislich sehr attraktiv – in der Basisversion mit dem kleinsten Benziner ist er ab 16.700 Euro zu haben, was einem Unterschied von 1.200 Euro zum Vorgängermodell entspricht. Der Kunde hat anscheinend die Qual der Wahl. Die Entscheidung erschweren nicht nur die Motorvarianten, sondern auch die Ausstattungslinien – ganze sechs Möglichkeiten hat der Hersteller vorbereitet. Und es muss auf jeden Fall erwähnt werden, dass sogar die zwei billigeren Ausstattungslinien Filou und Tendance einiges an Sonderausstattung zu bieten haben. Der Gesamteindruck, der das neue Automobil vermittelt, ist, dass der Hersteller dem Kunden – im Gegensatz zu anderen namhaften Konkurrenten – alles und zwar für einen durchaus erschwinglichen Preis geben will.

Audi TT und TTS

Gegensätze ziehen sich an – der alte Spruch findet überall seine Bestätigung, neulich allerdings auch bei Audi. Der Hersteller aus Ingolstadt brachte vor kurzem überarbeitete Varianten zwei seiner sportlichen Meisterwerke – des TT und des TTS - heraus. Beide Modelle gehören seit einigen Jahren zu den absoluten Bestsellern europaweit und haben sich mehrmals als hocheffiziente, gleichzeitig aber auch sehr aufregende Automobile bewiesen. Das ist ja auch zwingend notwendig für das sportliche Segment, in dem sie zu kämpfen haben. Warum aber Gegensätze? Der TT gehört zweifelsohne eher zu den ruhigeren, immer gut vorbereiteten, soliden Sportlern, die nichts von stürmischen Auftritten halten. Der TTS ist was ganz anderes – Motorpower, Design und Fahrverhalten vermitteln das Gefühl eines richtigen Sport-Coupés in der Tradition von Porsche und sogar Maseratti. Die jüngsten Entwicklungen der Audi-Ingenieure machen die zwei automobilen Highlights noch kräftiger, gleichzeitig aber auch spritsparender und effizienter.

Audi TTS Audi TT

Der neue Motor, der beim TT zum Einsatz kommt, wurde bei den Rennen von Le Mans getestet. Alle Superlative können nicht reichen, wenn man über die Vorzüge dieser Entwicklungen zu sprechen gedenkt. Das Triebwerk bietet nicht nur eine bemerkenswerte Power, sondern ist auch um 280 Kg leichter als der Konkurrent aus Italien – der Alfa Romeo Brera – und das trotz serienmäßigem Allradantrieb. So reichen 170 PS, um das 1370-Kilo-Coupé souverän zu bewegen. 7,5 Sekunden dauert der Spurt auf Tempo 100. Die Spitzengeschwindigkeit ist mit 226 km/h erreicht. Das Fahrverhalten ist, wie für den TT üblich, ganz sanft und die Kontrolle der Motorkraft kann man nie aus den Händen verlieren. Das maximale Drehmoment liegt auch ganz oben in der Skala und gibt noch mehr Raum für abenteuerliches Fahren. 250 Nm stehen nämlich bei 1500 U/Min, wobei der Motor bis auf bemerkenswerte 5400 U/ Min gedreht werden darf.

Audi TTS Audi TTS

In Zeiten der großen Öl-Dramatik ist es immer gut, wenn man sich mit wenig Sprit sportlich auf den Straßen bewegen kann. Der TT bietet diese einmalige Kombination und schlägt somit gleich die Mehrheit der Konkurrenten. Gerade mal 5,3 Liter auf 100 km schluckt der TT und wird somit zu einem der Sprit-Hits in der gesamten Branche.

Als klassisches Top-Modell schicken die Ingolstädter den TTS gegen namenhafte Konkurrenten wie etwa den Marcedes SLK, BMW Z4 und den Porsche Cayman an den Start. In dieser Gesellschaft macht der TTS eine sehr gute Figur – in nur 5,2 Sekunden erreicht man die Marke von 100 km/h, wobei der Cayman 0,2 Sekunden mehr braucht. Auch klingt der TTS wie ein echter Sportwagen; der Motor röhrt, der Lader pfeift und zischt. Audi bleibt ganz konsequent bei der Motorkonstruktion – zum Einsatz kommt nämlich ein Vierzylinder-Direkteinspritzer, der satte 272 PS zur Verfügung stellt. Das maximale Drehmoment liegt bei 350 Nm und bewegt sich in einem breiten Bereich zwischen 2500 und 5000 Umdrehungen. Sein Potenzial kann der TTS unter diesen Umständen frei entfalten.

Audi TT Audi TT

Die Ingenieure haben anscheinend lange an dem neuen Modell gearbeitet, denn die Fahrleistungen sind wirklich beeindruckend. Höchst empfehlenswert ist das optionale Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic, das die volle Kraftentfaltung des Motors erlaubt. Dementsprechend ist aber auch der Spritverbrauch hoch – ganze 7,9 Liter auf 100 km schluckt das Sportwunder. Die Zahl ist allerdings für das Segment der Sportcoupés nichts dramatisches, doch angesichts der aktuellen Situation auf dem Ölmarkt hätte man von Audi etwas wirtschaftlicheres erwartet. Von diesem Hersteller darf man wirklich keine Preiswunder erwarten und der neue TTS bietet in diesem Sinne keine Überraschungen. Mit 44 900 Euro als Startpreis positioniert sich der neue TTS genau 4000 Euro über dem BMW Z4 mit 256-PS-Sechszylinder. Für das Geld bekommt man aber auch einen richtigen Sportstar – der Motor bietet alles, was das geschwindigkeitsbesessene Herz begehrt – von einer bohrenden Endröhre bis hin zu großartigem Handling und Traktion.

Die zwei modernisierten Sportcoupés von Audi bieten hervorragende Technik. Ein optimales Preis-Leistungsverhältnis bietet der TT – hervorragende Motortechnik gepaart mit effektiven hochmodernen Fahrassistenzen und einem mageren Spritverbrauch. Beim TTS liegt allerdings der Akzent auf der Sportlichkeit, der Motorpower und dem Fahrspaß.

Toyota Corolla Verso

Der Toyota Corolla Verso ist seit fast einem Jahrzehnt auf dem Markt und erfreut sich einer sehr positiven Kundenresonanz. Im Laufe der Jahre wurde der schicke Kompakt-Van mehrmals von der Presse kritisiert – der Wagen soll ein langweiliges und viel zu konservatives Design und eine spartanische Ausstattung für einen in diesem Segment viel zu hohen Preis anbieten. Die Kundschaft ist bis heute aber ganz anderer Meinung. Diese weiß, dass sich die Toyota-Perfektion, mit der jedes einzelne Detail hergestellt wird, auf jeden Fall auszahlt. Der Presse zum Trotz war und bleibt der Corolla Verso ein Bestseller, der von den Toyota-Ingenieuren regelmäßig aktualisiert und modernisiert wird.

 Toyota Corolla Verso  Toyota Corolla Verso

2007 präsentierte der Hersteller das Modell in einem neuen Look und mit leistungsstärkeren Motoren, die nichts anderes als hochmoderne Automobiltechnik anbieten. In seiner aktuellen Version sieht er aufregend, sogar extravagant aus. So wurde der Stoßfänger vergrößert und der neue Kühlergrill erhielt eine Maschenstruktur. Außerdem unterzog Toyota die Front- und Heckleuchten einer dezenten und gut stilisierten Designänderung und verpasste ihnen unter anderem eine abgedunkelte Innenverschaltung.

Das Modell ist vor allem wegen seinem innovativen Sitzkonzept bekannt. Dieses trägt den Namen Easy-7 und dadurch können die Einzelsitze der zweiten und dritten Reihe individuell und mit nur wenigen Handgriffen versenkt werden, so dass ein völlig ebener Gepäckraumboden mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten entsteht.

 Toyota Corolla Verso  Toyota Corolla Verso

Ab 12. April ist der Corolla Verso mit einer reicheren Sonderausstattung bei den Händlern erhältlich. Somit wird das Modell auf einen aktuellen Stand gebracht und kann sich weiterhin sehr gut gegen die Konkurrenz behaupten. Das Erweiterungspaket umfasst alle Ausstattungsvarianten. In der beliebten Modifikation “Sol” gehören künftig ein Regensensor und abgedunkeltes “Privacy Glas” für die hinteren Seitenscheiben und das Heckfenster zum serienmäßigen Umfang. Ganz praktisch ist der Innenspiegel, der jetzt automatisch Blendungen durch den nachfolgenden Verkehr abfängt. Weiterhin im Katalog bleiben die Zwei-Zonen-Klimaautomatik, die automatische Geschwindigkeitsregelanlage, Nebelscheinwerfer, das Audiosystem mit CD-Player und MP3-Wiedergabefunktion. Auch die “Executive” erfährt einige aufregende Neuigkeiten.

 Toyota Corolla Verso Neben den bewährten Benzinmotoren mit 1,6 bzw. 1,8 Litern Hubraum stehen für den Corolla Verso zwei hochmoderne Dieseltriebwerke bereit. Höchste Leistung bietet der 177 PS starke Motor, der mit der innovativen, einzig von Toyota eingesetzten Abgasreinigungs-Technologie D-CAT, ausgestattet ist. Laut dem Hersteller funktioniert diese Technologie wartungsfrei, benötigt keine Additive, und reduziert außerdem Rußpartikel und Stickoxide enorm.

Der neue Verso ist bei den Händlern ab 12. April. Die Preise liegen weiterhin ganz oben und übernehmen den oberen Mittelraum in diesem Segment – in der Ausstattungsvariante “Sol” ist der Kompakt-Van ab 23.500 Euro zu haben.