Neuvorstellungen April 2008

Ford Kuga

Ford Deutschland ist nicht unbedingt als ein kreativer und innovativer Automobilproduzent bekannt. Seine Modelle richten sich vor allem an die Kataloge der großen Konkurrenten und versuchen durch Sonderausstattung, vor allem aber durch den Preis, für sich eine Nische im jeweiligen Segment zu schaffen. Man muss allerdings zugeben, dass diese Strategie bis heute ganz gut funktioniert – Ford Deutschland ist im Vergleich zum amerikanischen Mutterkonzern weltweit höchst profitabel und besticht auch auf dem hart umkämpften heimischen Markt mit einem beachtlichen Erfolg. Die Modellpalette ist inzwischen gut entwickelt und bietet fast alles – von Kleinstwagen bis Minivans. Nur noch eins fehlte – ein SUV. Mit dem Ford Kuga möchte der Hersteller endlich auch diese Lücke füllen und seiner treuen Klientel einen hoch zuverlässigen Gefährten anbieten.

Ford Kuga Ford Kuga

Der Gesamteindruck von Kuga ist ganz positiv. Die Ford-Ingenieure legen in letzter Zeit sehr viel Wert auf das Design und das Ergebnis lässt sich sehen. Die Kunden dürfen nichts bahnbrechendes erwarten, doch die Figur ist durchaus attraktiv. Diese basiert auf der firmeneigenen Studie Iosis X. Grundlegendes Prinzip, wie auch der Line-Director Gunnar Herrmann bestätigt, ist die Fahrdynamik. Dabei will Ford neue Maßstäbe setzen – dominiert wird das Exterieur von der sog. Kinteic-Design-Linie, die ein sicheres Fahrverhalten gewährleistet.

Im Fahrzeuginneren wartet der Kuga mit Vielfalt auf, und das muss nicht gleich nur positiv verstanden werden. Der Kunde darf hier zwischen zwei Ausstattungsvarianten wählen. Die billigere - Trend – lässt allerdings viele Wünsche offen. Sie fällt mit knallbunten Details, wie mit der lackierten unteren Mittelkonsole, auf. So machen die Designer ganz deutlich, dass es sich um die kostengünstigere Entscheidung handelt. Das Gefühl wird auch von der absoluten Kunststoff-Dominanz bestätigt. Schwer zu übersehen ist vor allem der Startknopf, der sehr stark an (billigere) Kinderspielzeuge erinnert. Wenn man nicht so viel Wert auf die Ästhetik legt, dann fühlt man sich aber ganz wohl. Der Salon bietet exzellente Fahrverhältnisse – bei 4,44 Meter Länge, 2,69 Meter Radstand und 1,68 Meter Höhe fühlen sich bis zu fünf Erwachsenen mit genügend Platz ausgestattet. Äußerst praktisch sind auch die mehreren Ablagefächer sowie das Staufach unter dem Ladeboden.

Ford Kuga Ford Kuga

An den Start geht der Kuga mit einer einzigen Motorvariante, was für die deutschen Kunden nicht gerade repräsentativ scheinen mag. Der 2,0-Liter Motor ist aber erste Sahne. Mit einer Leistung von 136 PS und einem bei 2000 Umdrehungen pro Minute anliegenden maximalen Drehmoment von 320 Nm bietet das Kuga-Triebwerk eine respektable Performance, die ganz gut mit den Eigenschaften des Fahrzeugs harmoniert. In 10,7 Sekunden kommt man an der 100 km/h-Marke vorbei und bei 180 km/h ist dann auch die Spitzengeschwindigkeit erreicht. Der größte Vorteil ist allerdings der schmale Verbrauch: nur 6,4-Liter Diesel schluckt der Kuga auf 100 km – eine Zahl, die man nicht so oft bei der Konkurrenz sieht.

Dabei bietet das Ford-SUV ein beeindruckendes Fahrverhalten. Angefangen bei der präzisen Lenkung, deren Servounterstützung in drei Stufen von Komfort bis Sport straffer eingestellt werden kann. Das Einlenkverhalten ist ganz agil und die Seitenneigung ist so gering, dass man sich wie in einem Sportwagen fühlt. Genau in diesem Punkt scheint der Kuga die Konkurrenz zu schlagen – weder der VW Tiguan noch der BMW X3 können so einen Fahrkomfort anbieten.

Die Basisausstattung umfasst allerdings nur Frontantrieb und für ein SUV gehört der Allradantrieb schon dazu. Für diesen muss man 2000 Euro tiefer in die Tasche greifen. Außerdem gibt es zwei Ausstattungslinien, die zur Wahl stehen – die kostengünstigere ist Trend und die edlere heißt Titanium. Beide sind gut ausgerüstet, wobei der Trend, wie schon erwähnt, einige Schwachpunkte bei der Stilisierung aufweist. Positiv ist auch, dass der Preisunterschied zwischen den zwei Varianten nur 2000 Euro ist, d.h. man kann sich mit wenig Schmerzen etwas Luxus gönnen. Der Endpreis beim Titan mit Allradantrieb beträgt 28.500 Euro. Somit positioniert er sich auf einer Stufe mit dem VW Tiguan (mit der schwächeren Motorisierung) und liegt unter dem Toyota RAV 4 und dem Basis-Opel-Antara.

Hammann Tuningprogramm für das BMW M 3 Coupé E 92

In der Automobilbranche sind mehrere Segmente bekannt – SUVs, Pick-Ups, Kleinwagen, Limousinen, Luxuslimousinen usw. Doch nur eine Unterkategorie bietet wirklich alles, was das Herz begehrt, und zwar für alle Kundenschichten – in ihr werden der Phantasie keine Grenzen gesetzt und die Finanzen halten sich auch im Bereich des Möglichen bis Sehr-Günstigen. Natürlich handelt es sich um das Segment der Traumautos. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt – Spitzengeschwindigkeiten von mehreren Hundert Kilometern und Spritverbrauch von weniger als 4 L/100 km.

Gerade zu diesem Segment gehört auch die jüngste Entwicklung des renommierten deutschen Tuninganbieters Hammann – ein Rund-Um-Programm für das BMW M 3 Coupé E 92.

Hamann BMW M3 E92 Coupé Hamann BMW M3 E92 Coupé

Hamman macht alles möglich – unter diesem Motto präsentiert der Anbieter sein umfangreiches Teileprogramm für das aktuelle Modell. Mit ihm möchte der Hersteller die Tuningbranche revolutionieren. Noch nie hatten die Kunden so viel Freiheit bei der Gestaltung ihres Meisterwerks. Der Käufer darf sich nun selbst entscheiden, wie weit er bei der Veredlung des BMW gehen möchte. So erhöht zum Beispiel die erste Tuningstufe die Serienwerte des V8 (309 kW/ 420 PS) um 15 kW/ 20 PS und stemmt zusätzlich 25 Nm (Serie 400 Nm) auf die Kurbelwelle. Die hauseigenen Spezialisten machen das durch ein optimiertes Motorkennfeld möglich. Die ab Werk installierte V/max-Begrenzung wird dadurch aufgehoben und die Höchstgeschwindigkeit steigert sich auf 300 km/h.

Wer es doch etwas wilder haben möchte, der wird dem Sportkit HM/M + 35 nicht widerstehen können. Das Sportliche lässt sich vor allem fühlen - bis zu 35 PS/ 26 kW mehr stehen nach der Umbaumaßnahme zur Verfügung. Das Drehmoment wächst um 48 Nm und die Spitzgeschwindigkeit von 320 km/h verspricht abenteuerliche Momente auf der Autobahn. Die beeindruckende Power wird von einer Edelstahl-Sportabgasanlage unterstützt, die Metallkatalysatoren sowie einen Mittel- und Endschalldämpfer für einen richtig bohrenden Sound umfasst.

Hamann BMW M3 E92 Coupé

Hammanns jüngstes Produkt ist ein umfangreiches Leistungspaket. Der Hersteller hat sich nicht nur um den Motor, sondern auch um den äußerlichen Ausdruck des ansonsten sehr braven und fast zu konservativen BMW gekümmert. Bei der Designfindung stimmt Hammann die einzelnen Komponenten des Aerodynamik-Pakets perfekt aufeinander ab. Das Ergebnis ist ein extravagantes und kräftiges Styling mit optimiertem Luftfluss über die Fahrzeugsilhouette. Ein aufregender Akzent ist der sportlich-dynamische Frontspoiler, der in Verbindung mit dem Heckspoiler den Auftrieb reduziert und gleichzeitig für den dynamischen Look des BMW Coupé sorgt.

Hammann beweist seine Klasse vor allem bei den Details. Viele Tuning-Anbieter kümmern sich um die Motorleistung und das Außendesign, doch das Interieur bleibt dabei oft auf der Strecke. Aber nicht bei Hammann. Der Hersteller hat eine Reihe von Accessoires vorbereitet, die mit Perfektion und Ästhetik bestechen. Das Hammann-Interieur-Set aus Sicht-Carbon macht alles shiney und finey - ein richtiger Genuss fürs Auge. Auf Wunsch gibt es alles, was das Herz höher schlagen lässt – vom personalisierten Fußmattensatz bis hin zur Komplettlederausstattung – alles in handwerklicher Präzision gefertigt. Dies alles verspricht der Hersteller und aus Erfahrung kann man ihm glauben.

Im Segment der Traumautos hat der BMW M 3 Coupé von Hammann keine ernsthafte Konkurrenz, zumindest für die Redaktion von krasses-auto.de. Das Automobil lässt sich sehen, fahren und fühlen. Die Käufer findet man weniger in der Gruppe der konservativen, wachstumsorientierten Geschäftsmänner, viel mehr unter den vermögenden Bon-Vivants und Bad Boys, die das Unauffällige nicht ausstehen können.

Seat Ibiza 2008

Das nach der Baleareninsel benannte Erfolgsmodell der VW-Tochter Seat geht in die nächste Runde. Der neue Ibiza geht kommenden Juni an den Start und feierte auf dem Autosalon in Madrid bereits im Mai Premiere.

Seat Ibiza Seat Ibiza

Der neue Look des Spaniers besticht durch sein augenscheinlich breites Grinsen, das durch den stark konturierten Lufteinlass und die gewagte Linienführung sofort ins Auge springt. Insgesamt folgt das Design den Maximen der Bocanegra-Studie, die Seat auf dem Genfer Automobilsalon präsentierte. Bocanegra bedeutet „schwarze Schnauze“ und charakterisiert die tonangebende Gestaltung der neuen Seat-Generation. Stilbildend sind hierbei die Hauptscheinwerfer, die schwarz gerahmt und dunkel hinterlegt das modifizierte Logo zur vollen Geltung kommen lassen. Zwar hat es beim Ibiza dann doch nicht zum gewagten tiefschwarz gereicht, doch das Design wirkt – der Studie entsprechend – sportlich anspruchsvoll und absolut up to date. Wabenförmig sorgen die Luftöffnungen für eine dynamische Optik, die gepaart mit den markanten Seitenlinien und dem überlegen erscheinenden Grinsen als viel- vor allem aber Vorfahrt- versprechend daherkommt. Der neue Ibiza gilt mit seinem so genannten Arrow-Design als Hoffnungsträger der spanischen Hausmarke.

Seat Ibiza Seat Ibiza

Während das Exterieur in Höhe und Breite nicht von seinem Vorgänger abweicht, wartet die Plattform des Nachfolgers mit 4,052 m Länge immerhin zehn Zentimeter mehr auf. Damit gehen für den 5-Türer rund 25 Liter mehr Stauraum im Kofferraum einher sowie eine erweiterte Spurbreite und ein längerer Radstand. Der optimierte Leichtbau soll laut Hersteller dazu geführt haben, dass die dritte Generation des Seat-Klassikers satte 50 Kg abgespeckt hat. Diese optimierte Plattform wird übrigens auch den neuen Polo ab 2009 zieren.

Seat Ibiza Seat Ibiza

Das Innenleben des dynamischen Sportlers gibt es als Diesel und Benziner. Die Dieselreihe startet mit einem 1,4 TDI-Motor, in dem 80 PS schlummern. Bei der 1,9 TDI-Version muss man sich zwischen 90 und 105 PS entscheiden. Das Basistriebwerk der Benzinherzen besteht aus einem dreizylindrischen 1,2 Liter-Motor mit 70 PS. Neben der 85 PS- starken 1,4 Liter-Variante locken auch 1,6 Liter und 105 PS. Der Kronprinz unter den Motoren wird im FR mit einem Turboaggregat und 150 PS untergebracht. Während das Siebengang-DSG auf Option zur Verfügung steht, gibt es serienmäßig manuelle Fünfgang-Getriebe.

Seat Ibiza

Auch Komfortgesichtspunkte kommen nicht zu kurz. Angekündigt sind serienmäßig elektrische Fensterheber, Front- und Seitenairbags, ABS und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Technische Schmankerl wie Parksensoren, Bluetooth, Navigationssysteme oder messerscharfe Bi-Xenonscheinwerfer gibt es nur gegen Aufpreis.

Umwelttechnisch sind die Getriebe allesamt auf dem neuesten Stand: Mit Emissionen von unter 120 g CO2/km beim Diesel und unter 160 g CO2/km bei den Benzinvarianten brillieren die überarbeiteten Getriebe auf ganzer Linie und können sich mehr als sehen lassen. Seats Vorstandsvorsitzender Erich Schmitt beschreibt die dritte Ibiza-Generation als „Auto für junge und jung gebliebene Menschen, die Wert auf Design, Sportlichkeit und Qualität legen und dabei auch an die Umwelt denken“ […]" Der Seat Ibiza wird Emotionen wecken und Emissionen vermindern."

Der Sommer wird heiß. Und was passt besser zu einem heißen Sommer als ein feuriger Spanier? Da kommt Freude auf…