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Die Vorteile von Kleinstwagen lernt man vor allem in überfüllten Stadtzentren zu schätzen. Auf der Autobahn kann man schon ausgelacht werden, doch während der Verkehrs-Hauptzeit in München, Berlin oder Wien lacht doch der Besitzer von smart, Fiat 500 oder Ford Ka zuletzt. Der renommierte Tuner Brabus verleiht jetzt dem kleinsten von den Klainstwagen, dem swatch-Auto, auch eine neu entdeckte Stärke und macht ihn um einige PS kräftiger.
Bodo Buschmanns Firma unternimmt Tuner-typische Maßnahmen, um das Gesicht des niedlichen Stadtflitzers zu erfrischen. Der Fortwo ist nun um einen Zentimeter tiefer gelegt worden und hat breite Räder. Den eindrucksvollen 17-Zöllern mit 225/35er-Bereifung hinten stehen vorne vergleichsweise schwächere 175/50er auf 16-Zöllern gegenüber. Die Neuerung ist allerdings nur optisch als positiv wahrzunehmen. Das Fahrverhalten wird davon nicht verbessert und der Fahrkomfort vor allem auf Autobahnen muss leider darunter leiden. Den sportlichen Style des Daimler-Chrysler unterstützt auch das Fahrwerk und der kräftige Sportauspuff.
Im Innenraum darf man auch nichts vermissen – eine serienmäßige Klimaanlage, verbesserte Sitze und eine solide Multimedia-Ausstattung sorgen für den angenehmen Aufenthalt an Bord. Ein Multifunktions-Lenkrad und ein Regen-/Lichtsensor gibt es allerdings nur auf Sonderbestellung bei Brabus.
Unter der Haube findet man auch die meisten Neuerungen. Die Leistung ist um einiges verstärkt worden und beträgt nun 98 PS bei dem 1 Liter großen Triebwerk – eine respektable Steigerung von 23 PS gegenüber dem Vorgänger. An dem automatisierten Fünf-Gang-Getriebe wurden auch einige Korrekturen vorgenommen. Nun sind die Gänge eins und fünf kürzer übersetzt, was eine schnellere Schaltung ermöglicht und allgemein den Fahrleistungen zugute kommen soll.
Die Höchstgeschwindigkeit des überarbeiteten Mini-Wagens beträgt 155 km/h, was angesichts der Gesamtmasse von rund 800 kg eher unspektakulär ist. Tempo 100 wird in 9,9 Sekunden erreicht und das maximale Drehmoment liegt bei 140 Nm bei 3500 U/min. Großer Vorteil ist natürlich der sparsame Verbrauch – gerade mal 5,2 Liter EU-Drittelmix schluckt der getunte smart auf 100 km. Dementsprechend liegt ihm auch die Euro 4 Norm zu Füßen – der CO2-Ausstoß ist 124g/km. Der Startpreis liegt bei 16.490 Euro, doch für einige Tausend mehr kann man sich mit der Variante „Xclusive“ eine Reihe von Komfort-Ausstattungen anschaffen.
Chevrolet ist eine der beliebtesten und traditionsreichsten Automobilmarken Amerikas. Jahrzehntelang erfreute sich die Firma einer enormen, fast mythos-ähnlichen Popularität in der Neuen Welt. In Europa blieb dieser Erfolg allerdings aus. Vor einigen Jahren kaufte die Marke als Teil des mächtigen General-Motors-Konzerns auch den koreanischen Hersteller Daewoo. Unter dem Namen Chevrolet wurden seitdem die Billig-Modelle von Daewoo - Matiz, Nubira und Rezzo - verkauft. Bei diesen überzeugte ein Punkt und dann aber wirklich nur ein Punkt: Der Preis. Weder Technik, noch Ausstattung und schon gar nicht das Design konnten die Berühmtheit der Chevrolet-Produkte in den USA rechtfertigen. Da kamen aber die Modelle Epica und Captiva, die erste Signale für eine positive Entwicklung gaben. Endlich konnte die Marke auch in Europa aus dem automobilen Niemandsland verschwinden. Diese positive Tendenz bestätigt auch das neue Modell HRR.
Der Hersteller möchte in Europa und vor allem in Deutschland nichts riskieren. Der HHR kommt hierher als ein in den USA sehr erfolgreiches Modell. Nichtsdestotrotz fangen wir aber zuerst mit den negativen Seiten an.
Der Innenraum, ach der Innenraum! Er ist lieblos gestaltet. Lenkrad, Schalter, Instrumente und Mittelkonsole kennt man aus anderen Modellen des amerikanischen Konzerns. Positiv hier ist der Radstand von 2,61 Metern, der sehr angenehme Platzverhältnisse anbietet. Bis zu fünf Personen sitzen sogar auf Langstrecken-Reisen ganz bequem im Salon.
Genau in der Mitte zwischen Positiv und Negativ positioniert sich die Motorisierung. Für den deutschen Markt hat der Hersteller nur eine Benzin-Variante vorgesehen. Diese besitzt einen 2,4 Liter großen Hubraum, hat vier Zylinder und leistet 177PS bzw. 130 kW und 228 Nm. Das hört sich immer noch ganz angenehm an, doch die Spitzengeschwindigkeit von 180 km/h, der Verbrauch von 9 Litern auf 100 Km und das müde Viergang-Automatikgetriebe sorgen für einen zwiespältigen Eindruck. Man könnte es aber auch anders betrachten – der HHR ist nicht zum Rasen gedacht, sondern zu einem angenehmen, gelassenen Cruisen. Die Lenkung ist dementsprechend leichtgängig, die Federung und Dämpfung sind betont komfortabel.
Der größte Vorteil des Modells ist auf jeden Fall das Außendesign. Der HHR sieht wie ein Hollywood-Star aus den guten Al Capone-Filmen aus. Die Ähnlichkeit mit dem Modell Chrysler Cruiser ist nicht zu übersehen, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Schließlich wurden beide Autos vom gleichen Designer entwickelt – dem in den USA fast zu einem Star gewordenen Brian Nesbitt, der seit einigen Jahren für Chevrolet verantwortlich zeichnet. Der HHR bietet kompromisslosen US-Style. Die Kotflügel sind wie in den 40er Jahren deutlich ausgestellt und die verchromte Kühlergrillnase ist ein feiner individualistischer Touch. Im Vergleich zu seinem Bruder, dem PT Cruiser, wirkt der Chevrolet moderner, bulliger und runder.
Der HHR ist ein Eye-Catcher par excellance. Geschwindigkeits- und Technikbegeistete werden sich nicht so enthusiastisch mit dem Modell identifizieren. Dafür werden aber Individualisten, Künstler und Stilbewusste endlich mal den passenden Wagen finden.
Die Markteinführung des neuen Jeep Patriot mag vielen etwas überflüssig erscheinen. Der bewährte amerikanische SUV-Spezialist produziert den Wagen bereits in zweifacher Ausführung – als Dodge Caliber und Jeep Compass. Der erste ist billiger, der zweite – technisch innovativer und leistungsfähiger. Noch nerviger wird es wenn man bedenkt, dass der Commander, der vor kurzem sein Debüt erlebte, auch auf der Basis des Patriot entwickelt wurde.
Der neue Riese ist allerdings robuster als sein Bruder. Mit dem Patriot wendet sich der Hersteller an jene Käuferschichten, die mit Konkurrenzprodukten in den letzten Jahren untreu waren. Beim ersten Anblick fallen die bulligen Radhäuser, die senkrechten Linien, die ganz harmonisch zu der starken Seitenlinie passen. „Mit ihm wollen wir gerade in Europa neue Kunden gewinnen, die bisher keinen Zugang zu der Marke Jeep hatten“, sagt Michael Manley, Vize-Präsident 'International Sales and Marketing'. „Das klassische Design ist dabei besonders wichtig. Man soll auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um einen echten Jeep handelt. Es gibt bewusst optische Anlehnungen an den Jeep Commander.“ Diese optischen Anlehnungen sind viel mehr, als man vielleicht denken würde: Der Innenraum ist zu 90% identisch mit den verwandten Modellen. Die Prozente schließen sowohl die guten, als auch die negativen Charakterzüge mit ein. So bietet zum Beispiel der Salon die vom Commander und dem Dodge Caliber bekannten üppigen Platzverhältnisse. Gleichzeitig ist aber auch der preiswert anmutende Kunststoff am Armaturenbrett, Mittelkonsole, Seitenverkleidungen und den sonstigen Cockpit-Elementen reichlich im Überfluss.
Der Patriot bietet dafür eine richtig mächtige Motorisierung an. Mit Front- oder Allradantrieb – der Einsteiger-Jeep zeigt sich gutmütig und unkompliziert. Sämtliche Schwierigkeiten auf der Straße überwindet er mit Bravour. Das maximale Drehmoment von 310 Nm des amerikanischen Motor-Stolzes steht ab 1.750 U/Min zur Verfügung. Mit 6,7 Litern Diesel auf 100 km hält sich der Spritverbrauch im Rahmen und nimmt sogar deutlichen Vorsprung vor den meisten deutschen Konkurrenten. Die Höchstgeschwindigkeit von 189 km/h kommt von den 170 PS beim Einstiegsmodell.
Pech verfolgte lange Zeit den Peugeot 307. Das Modell, in dem der PSA-Konzern so viele Erwartungen und Mühe investiert hat, entpuppte sich schnell als Dauerparker in der Werkstatt. Zuletzt sollten im August dieses Jahres mehr als 200.000 Automobile zurückgerufen werden, um die defekten ABS/ESP-Systeme ersetzt zu bekommen. Die neue Entwicklung hat deshalb schwierige Aufgaben zu lösen – sie soll das schlechte Image der Marke aufbessern und das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen.
Gleich beim ersten Anblick fällt einem auf, dass optisch das Modell der Linie, die der 207 vorgegeben hat, treu bleibt. Das große Kühlermaul und die quer darüber verlaufende Stoßleiste definieren den Gesichtsausdruck des avantgardistischen Franzosen. Im Vergleich zum 307 ist er um 6,4 cm größer: Die neuen Maßen sind 4,27/1,50/1,81, mit denen der 308 fast schon Van-Eigenschaften erzielt. Die Karosserie des Golf-Konkurrenten wirkt keilförmiger und ist durch eine markante Falz deutlich strukturierter als bisher. Die Flanken sind auch kräftiger geworden und die mandelförmigen Rückleuchten am Heck nehmen die Linienführung auf.
Vom Innenraum möchte der Hersteller noch nicht viel verraten. Man weiß allerdings, dass der Kofferraum 348 Liter bei Normalbestuhlung schluckt; mit umgeklappten Lehnen sind es sogar 1201 Liter, die man dort unterbringen kann. Neun Airbags sind als Serienausstattung vorgesehen, was neue Standards bei der Sicherheitsausstattung der Franzosen ankündigt. Das neue Modell wird es in ganzen fünf Ausstattungs-Varianten geben – Filou, Tendance, Sport, Sport+ und Platinum. Luxus-Extras wie zum Beispiel Panorama-Glasdach, Spurwarner, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht Zweizonen-Klimaautomatik und Radio-Telematiksystem können das Fahren zu einem richtigen Erlebnis machen, wobei die Basis-Version auch einiges zu bieten hat.
Die Motorenpalette umfasst drei Benziner – einen 1,4-Liter Triebwerk mit 95 PS, einen 1,6 Liter großen mit 120 PS, sowie einen 1,6-Liter-Turbo-Motor mit 175 PS. Dazu soll in der nahen Zukunft auch eine RC-Version mit 2,0-Liter Hubraum und etwa 220 PS kommen. Die gesamte Benzinpalette wurde zusammen mit BMW entwickelt. Die HDI-Aggregate sind wiederum eigene Kreationen. Dazu zählen ein 1,6-Liter mit wahlweise 90 PS oder 110 PS, der Zweiliter mit 136 PS und der 2,2-Liter mit 170 PS. In Deutschland wird der 308 erst ab Ende des Jahres erhältlich sein.