Neuvorstellungen September 2007

Citroën

Spät, viel zu spät fangen die großen Franzosen an, SUVs zu bauen. Nachdem die Milliarden-Konzerne aus Deutschland, aber vor allem aus den USA und Asien bereits dieses Markt-Segment erobert haben, sieht es für Peugeot oder Citroën fast hoffnungslos, mögliche Lücken auch für ihre Entwicklungen zu entdecken. Das macht aber die Versuche der zwei Traditionsmarken nicht uninteressanter oder weniger konkurrenzfähig.

Citroën C-Crosser Citroën C-Crosser

Für Ende September ist die Neuvorstellung des Citroën C-Crosser geplant und er demonstriert, dass die Franzosen nicht unterschätzt werden sollen. Sowohl Peugeot, als auch Citroën machen es ganz geschickt und verlassen sich auf eine etablierte Größe in puncto SUV – Mitsubishi. Die Modelle 4007 von Peugeot und C-Crosser von Citroën basieren nämlich auf dem Super-Modell Outlander.

Die Citroën-Mitarbeiter möchten anscheinend ihre Hände mit SUV-Teilen nicht schmutzig machen und lassen deshalb alles am neuen Allradler in Japan bauen, genauer gesagt im Werk Mizushima. Einzig und allein der Hdi-Dieselmotor wird im Tremery-Werk in Frankreich hergestellt.

Citroën C-Crosser Citroën C-Crosser

Nichts desto trotz ist der C-Crosser ein Citroën und als solcher ist der Wagen von allen Seiten sofort erkennbar. Vorne strebt der verchromte Doppelwinkel mit angesetzten horizontalen Linien nach außen. Zwischen den äußeren Enden der Chromstreben klemmen die Ausläufer der Frontlichter, was dem Gesicht des C-Crosser eine ordentliche Portion Eigenständigkeit verleiht.

Im Innenraum sind die Platzverhältnisse ganz ordentlich und die Sitze bequem. In der höheren Ausstattungsvariante Tendance gibt es zwei im Kofferraumboden eingebaute versenkbare Zusatzsitze für die Reihe, die aber für Groß-Gewachsene nichts zu bieten haben. Großer Vorteil ist, dass die Sitzbank in der zweiten Reihe längs verschiebbar, asymmetrisch geteilt klappbar ist und eine neigungsverstellbare Lehne hat. Der Kofferraum ist somit variabel groß und fasst zwischen 510 und 1.686 Liter Gepäck.

Citroën C-Crosser

Die Instrumente sind klar und übersichtlich gestaltet. Ein Knopf in der Mittelkonsole macht die Auswahl zwischen Vier- und Zweiradantrieb ganz leicht. Wählt man den Vierradmodus, so schaltet sich automatisch eine Software ein, die das Drehmoment elektronisch zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Das ermöglicht die perfekte Performance des Wagens auf jedem Terrain. Ganz gelungen zeigt sich auch das automatische Sechs-Gang-Getriebe. Seine sechs Stufen lassen sich präzise in die ihnen zugedachten Positionen manövrieren.

Gewöhnte französische Klasse gibt es auch bei der Motorisierung. Das Triebwerk wurde speziell für die Modelle Peugeot 4007 und C-Crosser entwickelt. Die 156 PS des 2,2-Liter-Diesel lassen sich bereits bei 2.000 U/Min verspüren. Der Spritverbrauch ist angesichts der Situation auf dem Automarkt mager gehalten – nur 7,3 Liter Diesel schluckt der Franzose auf 100 Km, was im Vergleich zu der Konkurrenz eine respektable Leistung darstellt. Diese wird von dem äußerst kräftigen Eindruck, den das Triebwerk hinterlässt, vervollständigt. Selbst starke Steigungen und schweres Terrain jagen dem Citroën keine Angst ein, ganz im Gegenteil – er arbeitet weiterhin ruhig, als ob das Limit seiner Kräfte gar nicht in Sicht wäre.

Der C-Crosser positioniert sich preislich zwischen dem Toyota RAV4 und dem Nissan X-Trail. Ein großer Vorteil, den man unbedingt erwähnen muss, ist die große Ähnlichkeit zum Bruder vom PSA-Konzern, dem 4007. Innerlich und äußerlich sind die zwei Modelle identisch, einziger Unterschied ist wahrscheinlich das Markenlogo.

Aston Martin

Der Aston Martin kommt zur diesjährigen IAA nach Frankfurt mit Übergepäck. Bereits bei seinem ersten öffentlichen Auftritt konnte die jüngste Entwicklung der britischen Ingenieure große Erfolge erwirtschaften: Beim Auto-Schönheitswettbewerb im amerikanischen Pebble Beach begeisterte sie sofort Publikum und Presse und machte auch die europäische Kundschaft heiß auf den neuen James Bond-Wagen.

Aston Martin DBS Aston Martin DBS

Die Rezensionen aus den USA sangen Lobeshymnen und das aus gutem Grund: Der Aston Martin DBS ist ein kompromissloses, perfekt verarbeitetes und äußerst leistungsfähiges Automobil. Dr. Ulrich Bez, der Aston Martin-Chef formulierte: „Der DBS ist die ultimative Fahrmaschine und füllt die Lücke zwischen unseren Straßenautos und den Wagen für die Rennstrecke, also zwischen dem DB9 und dem DBR9.“ Als Zwischenmodell vereint der DBS eine perfekt gefundene Aerodynamik mit einem starken und höchst zuverlässigem Sechsliter-Zwölfzylindermotor.

Aston Martin DBS Aston Martin DBS

Im Innenraum dominiert die harmonische Balance zwischen Sportlichkeit und Luxus. Der edle Mix aus Anilinleder und Alcantra, mit dem alles im Coupé beschichtet ist, sorgt für eine einzigartige Atmosphäre. Diese wird durch mehrere einwandfrei verarbeitete Karbon-Applikationen ergänzt. Die Sportsitze lassen sich zehnfach elektrisch einstellen. Spätestens wenn man sich im Cockpit umschaut, fällt einem auf, dass Komfort bei den Briten ganz groß geschrieben wird. Von der Sitzheizung über die Festplatten-Navigation und Bluetooth-Telefonschnittstelle bis zum 700-Watt-Audiosystem – alles strengt sich ganz toll an, um Fahrer und Insassen den absoluten Fahrgenuss anbieten zu können.

Aston Martin DBS

Die Aston Martins wurden als Dienstwagen vom Geheimagenten 007 bekannt und deshalb sind die Erwartungen des Publikums überdurchschnittlich groß. Die Motorisierung, die im neuen DBS zum Einsatz kommt, enttäuscht nicht. Unter der Haube brummt ein V12-Ottomotor mit 380 kW/ 517 PS. Im Vergleich zum Erfolgsmodell DB9 ist die aktuelle Version um 15% stärker. Der Sprint von 0 auf 100 km/h schafft der Wagen in spektakulären 4,3 Sekunden und die Spitzengeschwindigkeit von 302 km/h verspricht einige unvergessliche Momente auf der Autobahn.

Alles in allem wird sich 007 auf jeden Fall ganz wohl in seiner neuen Sportlimousine fühlen. Das werden auch sonstige Fahrer tun, die eher aus den Kreisen der Reichen und der Super-Reichen kommen. Mit einem Basispreis von rund 250 000 Euro wird der potenzielle Kundenkreis ganz schön eng. Live erleben wird man den DBS daher vor allem in Monaco und Nizza.