Neuvorstellungen Mai 2007

Peugeot 207cc

Es gab Zeiten - da war alles viel leichter. Als Peugeot vor sieben Jahren den 206 cc auf den Markt brachte, war er neben dem Mercedes SLK das einzige Auto, das man auf Knopfdruck vom Coupé in ein Cabrio verwandeln konnte. Die Coupés mit festem Klappdach kann man nun von jeder beliebigen Marke haben. Doch keiner kann sich an den Erfolgen des Peugeot 206cc messen - dreimal wurde der Franzose zum meist verkauften Cabrio der Republik und gehört auch europaweit zu den Coupé-Bestsellern.

Peugeot 207 cc Peugeot 207 cc

Damit alles so schön auch in der Zukunft bleibt, präsentierte der französische Löwe auf dem Genfer Automobilsalon 2007 die zweite Auflage des Erfolgsmodells. Natürlich will Peugeot sein neues Baby als einen absoluten Gewinner darstellen - mehr Komfort, mehr Platz, mehr Leistung, weniger Spritverbrauch. Laut Hersteller hat er in der Länge um rund 20, in der Breite um knapp acht und in der Höhe um beinahe drei Zentimeter zugelegt. In der Wirklichkeit macht sich der Platzzuwachs nicht wirklich bemerkbar. Dafür präsentiert sich aber der Kofferraum um 50 Liter größer und bietet nun 370 Liter Stauraum.

Dass der Peugeot 207cc komfortabler als sein Vorgänger ist, fällt spätestens beim Bedienen des Dachs auf. Ein Druck auf den Schalter in der Mittelkonsole genügt, um das Verdeck hinter die Rückbank zu falten. Der Fortschritt macht sich aber auch beim schlechten Wetter bemerkbar - sogar im strömenden Regen sitzt man im Coupé sicher und bequem.

Peugeot 207 cc

Für Peugeot ist die Zukunft schadstofffrei und geräuscharm. Bei der Premiere in Genf wurde der 207cc als Concept Car mit der Bezeichnung Epure vorgestellt. Dieser wird von einer funktionstüchtigen Brennstoffzelle angetrieben. Sie leistet zwar nur bescheidene 27 PS, beschleunigt aber den Epure zu einer Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h. Die ersten Testfahrten bewiesen allerdings, dass auch die üblichen Diesel- und Benzin-Aggregate äußerst leise und sauber sind (natürlich mit Euro 4).

Zunächst bietet Peugeot drei Motorvarianten an - zwei 1,6-Liter-Benziner mit 120 und 150 PS und einen Diesel mit 109 PS (mit FAP-Filter). Diese drei Motoren sind Vierzylinder mit zwei oben liegenden Nockenwellen je Zylinderbank und 16 Ventilen. Sie sind an ein Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelt, das optimal an den jeweiligen Motor angepasst ist.

Zunächst bietet Peugeot drei Motorvarianten an - zwei 1,6-Liter-Benziner mit 120 und 150 PS und einen Diesel mit 109 PS (mit FAP-Filter). Diese drei Motoren sind Vierzylinder mit zwei oben liegenden Nockenwellen je Zylinderbank und 16 Ventilen. Sie sind an ein Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelt, das optimal an den jeweiligen Motor angepasst ist.

Auch für den Fall der Fälle hat der Hersteller einiges vorgesehen. Als erstes Cabrio in diesem Segment bekommt der 207cc einen pyrotechnischen Überrollschutz. Diese beängstigend klingende Technologie ist allerdings nichts anderes als ein kleiner Sprengsatz unter den beiden verchromten Bügeln hinter dem Fond. Dieser wird bei einem Überschlag in Millisekunden gezündet und schafft 20 Zentimeter zusätzlichen Überlebensraum. Mit an Bord sind außerdem 5 Airbags (Front, Seite und Lenksäule), ABS, EBV und ESP. An Start gehen drei Ausstattungsvarianten - die Basisversion Filous, Sport und die gehobene Platinum.

Audi A5 Coupé

Audi erweitert nun seine Modellpalette um ein Mittelklasse-Coupé. Der neue Zweitürer A5 feierte auf dem Genfer Automobilsalon im März seine fulminante Weltpremiere und wird ab Ende Mai/Anfang Juni erhältlich sein. Der A5 ist zwischen den Baureihen A4 und A6 angesiedelt und stellt sich mit seiner sportlich eleganten Auslegung dem direkten Wettbewerb mit dem BMW 3er Coupé.

Audi A5 Coupe Audi A5 Coupe

Allein schon die Optik lässt erkennen, dass Audi mit dem A5 seinen bayrischen Konkurrenten ins Visier nimmt. Vor allem die Heckfront erinnert deutlich an das 3er Coupé von BMW. In der Frontansicht präsentiert sich der A5 jedoch wieder im typischen Audi-Look - mit dem altbekannten großen Grill. Das geschwungene Seitenprofil und die klassischen Coupé-Proportionen runden das gelungene Fahrzeugdesign ab.

Audi versteht sein neues Modell als komfortablen Reisewagen, der gleichzeitig über das Potenzial eines Sportwagens verfügt. So bietet es auf seinen 4,63 Metern Länge Platz für vier Personen und verfügt mit 455 Litern Staufläche über einen für ein Coupé relativ großen Kofferraum. Seine Sportlichkeit unterstreichen die unterschiedlichen Motorvarianten. In der Basisausführung geht der A5 mit einem Zweiliter-TFSI mit 177 PS an den Start. Des Weiteren stehen ein 3.2-Liter-FSI (255 PS) sowie später der 4.2-Liter-V8 als S5 mit 350 PS zu Verfügung. Auf der Dieselseite wird ein 233 PS starker 3.0-Liter TDI-Motor Einzug in das Coupé halten.

Sowohl die Dieseltriebwerke als auch die Benziner arbeiten mit Direkteinspritzung. Auf diese Weise sollen Fahrspaß und Wirtschaftlichkeit miteinander kombiniert werden. Je nach Motorisierungsart wird zudem die Antriebskraft an die Vorderräder oder an alle vier Räder verteilt. Die Schaltung erfolgt serienmäßig über ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Als Alternative dazu bietet Audi zudem die stufenlose Automatik namens "Multitronic" an.

Neben dem A5 wird zusätzlich noch das Topmodell S5 auf den Markt kommen. Ausgestattet mit einem V8-Benzindirekteinspritzer mit 260 kW/354 PS und Allradantrieb "Quattro" sprintet das Coupé in 5,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Sportfahrwerk, Hochleistungsbremsen, eine sportliche Innenausstattung und spezielle Karosseriemodifikationen heben den neuen Leistungsträger deutlich von den übrigen Modellen der neuen 5-er-Reihe ab.

BMW M5 Touring

Mit dem M5 hat BMW bereits eine sportliche Familienlimousine im Programm. Der neue Touring erweitert die M5-Palette nun nach 15 Jahren wieder um einen Kombi. Getragen von einem 507 PS starken Motor bietet dieser vor allem sportlich orientierten Fahrern mit einem überdurchschnittlichem Raumbedarf alles was das Herz begehrt.

BMW 5er BMW 5er

Alles was man zum sportlichen Autofahren benötigt hat der M5 Touring mit an Bord: eine speziell abgestimmte Luftfederung, eine eigentlich unerlässliche Differentialsperre, 19-Zoll Räder sowie eine Hochleistungs-Bremsanlage. Und auch optisch orientiert sich der Kombi in Richtung Sportwagen. Ein spezieller Frontspoiler mit übergroßen Atemlöchern und die Kiemen an den Seiten sind das neue Markenzeichen des Tourings. Ausladende Seitenschweller und vier dicke Auspuffrohre runden die sportliche Optik ab.

Unter der Haube arbeitet der V10-Motor mit starken 507 PS bei maximal 520 Newtonmeter Drehmoment. Zurecht wurde der V10 bereits zweimal zum Motor des Jahres gewählt. Denn dieser beschleunigt den Kombi in 4,8 Sekunden von Null auf 100 km/h und lässt eine (abgeregelte) Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h zu. Der durchschnittliche Verbrauch liegt hingegen bei 15,0 Litern je 100 Kilometer.

Im Innenraum des Tourings sorgen die Lederausstattung, zwei Sportsitze, das neue i-Drive mit acht festen Funktionstasten, das M-Lenkrad mit Schaltwippen sowie die in Perlglanz-Chrom-Design ausgeführter Bedienelemente für Sportlichkeit und einen Hauch von Luxus zugleich. Zusätzlich bietet das zweiteilige Panoramadach aus Sonnenschutzglas den Insassen den einen himmlischen Ausblick und lässt bei gutem Wetter ein bisschen Cabriofeeling aufkommen.

Der Basis-Preis für den M5 Touring beträgt 94.100 Euro. Als weiteres Extra für den Innenraum lassen sich z.B. Sitzheizungen für die beiden äußeren Sitze hinzubuchen. Für den Ladreaum bietet BMW optional einen Skisack sowie ein komplettes Ablagepaket, bestehend aus Gepäckraumboden-Aufteilung, aufklappbaren Trennwänden, Spanngurten in den Seitenteilen und Multifunktionshaltern, an. Ab dem 26. Mai ist der M5 bei den Händlern erhältlich.

MINI One

Zum Auftakt des Internationalen Automobilsalons in Genf am 8. März 2007 bereitete die BMW Group eine kleine Überraschung. Diese kam dann aber als eine richtige Sensation heraus - die neue Version von MINI One. Ab Anfang Mai ist der neue Stadtflitzer auch bei den Händlern zu haben.

Mini One Mini One

Das Neue am neuen MINI One ist seine große Wirtschaftlichkeit. Der One wird von einem 1,4 Liter Benziner angetrieben, der 95 PS leistet. Das sind immerhin 5 PS mehr als beim Vorgängermodell. Der Durchschnittsverbrauch liegt dabei aber mit 5,7 Litern je 100 km deutlich unter den Zahlen des alten One. Das Aggregat wurde vom 1,6 Liter-Saugmotor des neuen MINI Cooper abgeleitet und verfügt über die gleichen technischen Finessen. Den Spurt auf Tempo 100 erledigt der One in 10,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h. Dass der völlig neu entwickelte Motor so kraftvoll erscheint, liegt es wohl an der vollvariablen Ventilsteuerung, die auf der Basis der inzwischen zum Markenzeichen der BMW Group gewordenen VALVETRONIC Technologie. Eine weitere Steigerung der Effizienz bewirken die volumenstromgeregelte Ölpumpe sowie die abschaltbare Kühlwasserpumpe, die erst dann angetrieben wird, wenn der Motor seine optimale Betriebstemperatur erreicht hat.

Mini One

Die Änderungen am Exterieur fallen nicht wirklich gleich auf. Die neue Modelllinie zeichnet sich durch eine Weiterentwicklung des Karosseriendesigns aus, bei der die Markenzeichen gewahrt bleiben, gleichzeitig aber auch neue Akzente gesetzt werden. Der Hexagon-Kühlergrill bekommt nun durch die schwarzen Lamellen einen frischeren Look. Tatsächlich dominiert Schwarz in der Farbpalette der BMW-Designer - die Außenspiegelklappen sowie auch der Heckklappengriff werden in der gleichen Farbe gehalten. Die Eleganz des neuen Modells wird noch von der Dachlackierung in Wagenfarbe unterstrichen.

VW Golf Variant

Den Golf Variant gibt es im Produktangebot der Wolfsburger bereits seit 1993 und seitdem verkaufte der Hersteller mehr als 1,2 Millionen Fahrzeuge vom praktischen und leistungsfähigen Kombi-Modell. In den 14 Jahren Variant-Geschichte erlebten aber fast alle anderen Mitglieder der Golf-Familie eine Aktualisierung, nur der Variant blieb unverändert. Das Interesse der Kunden ging langsam verloren und kurz vor der aktuellen Neuvorstellung zeigte eine Studie, dass sich nur vier Prozent der Golf-Kunden für das Kombi interessieren. Gerade am richtigen Ort und zu der richtigen Zeit stellte deshalb der Konzern das neue Modell des Variant vor.

Golf Variant Golf Variant

Sicherlich gab es auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon auch glänzendere Premieren, doch die Markt-Spezialisten wussten, dass man diesem Modell eine besondere Aufmerksamkeit schenken sollte. Seit einigen Jahren verwandelt sich jede Neuvorstellung von VW in eine richtige Sensation, zumindest auf dem deutschen Markt. Dieses Potential zeigt nun auch das neue Kombi. Es fällt vor allem mit seiner eigenwilligen Heckpartie auf. Die Rückleuchten sind nun komplett in die Kotflügel integriert. Aus der Sicht der Designer kommt dadurch die große Durchladebreite der Kofferraumöffnung optisch besser zur Geltung. Ein dezenter Akzent setzt auch der kleine Knick in der Heckpartie. Dieser lässt den Golf von hinten eleganter wirken als bislang, erschwert aber die schnelle Identifikation des Wagens als VW.

Der neue Variant ist in allen Dimensionen gewachsen: Mit 4,56 Metern übertrifft er den Fünftürer um satte 36 Zentimeter und steckt sich über das Maß der Mittelklasse. Fünf Personen und 690 Liter Gepäck passen in den Variant rein.

Gleich an den Start gehen vier praktische Motoren - zwei Diesel und zwei Benziner. Sogar der schwächste von denen bietet eine respektable Leistung. Das ist ein 1,6-Liter-Saugrohreinspritzer mit 102 PS. Die zwei Diesel-Aggregate sind sogar stärker. Der 1,9 TDI kommt mit 77kW/ 105 PS auf Touren und der 2.0 TDI leistet 103 kW/140 PS. Das kleinere Dieselaggregat gibt sich nach Hersteller-Angaben im Durchschnitt mit 5,2 Litern Kraftstoff zufrieden, der größere kommt mit 5,6 Litern aus.

Chrysler Sebring 2007

Zuerst in London und jetzt auch in Genf präsentierte Chrysler das neue Modell des in den USA beliebten Sebring. Dieser basiert auf der Plattform des erfolgreichen Chrysler 300 C und ist ab Anfang Mai auch in Europa erhältlich.

Chrysler Sebring

Die Chrysler-Chefs haben es inzwischen gelernt: Einfach nur die US-Modelle nach Europa zu liefern, bringt nicht wirklich viel. Der europäische Kunde möchte hofiert und verwöhnt werden. Und diese Einsicht fällt am neuen Modell sofort auf. Die Neuigkeit, die den Sebring auch auf dem europäischen Markt populär machen soll, ist der erste Diesel-Motor, der in ein Chrysler-Automobil eingebaut wurde. Dieser ist 2,0 Liter groß und leistet stolze 140 PS. Das Aggregat dürfte europaweit zu einem Verkaufsrenner werden. Es ist zwar laut, überzeugt dafür aber mit Power - 103 kW und ein maximales Drehmoment von 310 Nm bei unter 1.800 U/min sorgen für einen kraftvollen Vortrieb aus allen Lagen.

Typisch amerikanisch ist der große Kraftstofftank mit seinem Fassungsvermögen von 64 Litern. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 6,2 L auf 100 Kilometer soll man erst nach 1000 km nach einer Tankstelle suchen.

Die Entwickler haben sich für die typische Chrysler-Optik entschieden - ein markanter Kühlergrill und eine längs gerippte Motorhaube. Wohlproportioniert werden dem Viertürer mit der hinten stark abfallenden Dachlinie coupehafte Züge verliehen. Das Interieur wartet mit einem klaren, geschmackvollen Design auf.

Der Sebring bringt auch gleich das Neuste in Sachen Unterhaltungselektronik nach Europa mit. Nun können die Navigationsdaten und rund 6 GB Musik auf einem 20 GB Harddisk gespeichert. Musik kann via CD/DVD oder USB importiert werden.