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Toyota
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Geschichte

In der Automobilindustrie spricht man gerne vom Mythos ”Toyota“ und das wohlgemerkt aus berechtigtem Anlass. Während sich die Konkurrenten in Rabattschlachten, Modelloffensiven, Qualitätssicherungsmaßnahmen aufzureiben drohen, weist das Unternehmen kontinuierliche Erfolge auf. Woran liegt dieses Phänomen? Wie konnte Toyota sehr positive Ergebnisse sogar in den turbulenten Wirtschaftsjahren Anfang dieses Jahrhunderts gegen den allgemeinen Trend vorweisen? Die Antwort liegt in der modernen Produktions- und Arbeitsstrategie sowie in der hohen Identifikation der Mitarbeiter mit ihren Aufgaben und ihrem Unternehmen. Die Unternehmensphilosophie ist von den Prinzipien der Herausforderung, des Respekts und der Teamarbeit geprägt, sowie auch von den zwei japanischen Postulaten ”Kaizen“ (”unnachgiebiges Bemühen um kontinuierliche Verbesserung“) und ”Genchi Genbutsu“ (”die Quelle enthält den Schlüssel zur richtigen Entscheidung“). Diese Überzeugungen beeinflussen das gesamte Denken und Handeln der Toyota-Mitarbeiter und das auf allen Ebenen – von den Führungskräften bis zu den Monteuren und Elektrikern.

Die Erfolgsstory von Toyota beginnt mit der Herstellung von Webstühlen. 1897 stellt Sakichi Toyoda, der in Japan als König der Erfindungen bekannt ist, den Toyoda Power Loom fertig. Das ist ein strombetriebener Webstuhl, der sofort zu einem absoluten Verkaufserfolg wird.

1933 wird innerhalb des Unternehmens eine Automobilabteilung eingerichtet, deren erste Modelle ein Pkw (das Modell AA aus dem Jahr 1936) und ein Lkw (G1 aus dem Jahr 1935) sind.

Das Jahr 1937 gilt in der Unternehmensgeschichte als der offizielle Start der Produktion. In diesem Jahr wird auch die Toyota Motor Company gegründet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nimmt der Hersteller die Produktion 1947 wieder auf. In diesem Jahr entwickelt man bei Toyota einen neuen Kleinwagen – das Modell SA.

Vielleicht liegt das turbulenteste Jahr in der Geschichte des Herstellers doch nicht in den heutigen Zeiten, sondern kurz nach dem Krieg. 1950 kommt es zum ersten und einzigen Streik der Toyota-Mitarbeiter. Aus den Erlebnissen bei diesem Streik entwickelt sich die Unternehmensphilosophie, die noch heute Gültigkeit besitzt und auf gemeinschaftlichem Vertrauen und gegenseitiger Abhängigkeit basiert. Der Grund für den Streik ist die geplante Kündigung von 1.600 Mitarbeitern. Als die Anspannung wächst, zieht sich der Vorstandsvorsitzende Kiichiro Toyoda aus der Unternehmensführung zurück und übernimmt die volle Verantwortung für die schlechte wirtschaftliche Lage des Unternehmens.

1956 betritt Toyota den Markt für Industriefahrzeuge mit dem Modell LA Forklift und 1957 werden zum ersten Mal Toyota-Fahrzeuge in die USA exportiert. Dieser Schritt ist für Toyota auch der Durchbruch in den Automobil-Export auf der ganzen Welt. Die Verkaufszahlen steigen rapide und gleich im nächsten Jahr eröffnet das Unternehmen sein erstes Werk im Ausland – eine kleine Produktionsstätte in Brasilien. Somit beginnt der große Einmarsch der Toyota Gruppe in die ganze Welt. Das Netzwerk des Unternehmens expandiert bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts auf mehr als 23 inländische und 51 ausländische Produktionsstätten (Stand 2004).

1952 läuft der einmillionste Toyota vom Band und nur zehn Jahre später wird auch die Quote 10.000.000 überholt.

Vor allem in den Jahren der Ölkrise kann sich die Marke als führender Hersteller auf dem amerikanischen und europäischen Markt bestätigen. Die japanischen Automobile decken gerade in diesen schwierigen Zeiten den Bedarf an kleinen, spritsparenden Fahrzeugen ab.

1982 schließen sich Toyota Motor Co., Ltd. und Toyota Motor Sales Co., Ltd zusammen. Das neue Unternehmen nennt sich Toyota Motor Corporation und steigt zum größten japanischen und drittgrößten Automobilhersteller weltweit auf. Rund 265.000 Mitarbeiter bauen und vertreiben in 140 Ländern auf allen Kontinenten Toyota-Fahrzeuge.

1989 wird die neue Modellreihe der Marke vorgestellt – Lexus. Damit möchte das Unternehmen auch im Premiumsegment einen neuen Markt erschließen. Durch die hohe Qualität der neuen Modelle, die luxuriöse Ausstattung und ein hoch modernes Design kann sich der Lexus schnell weltweit etablieren.

In den 90ern gehört der Konzern zu den größten Unternehmen der Welt. Seine führende Position bestätigt er mit dem 1992 vorgestellten Toyota Earth Charter. Das Konzept soll die Marke in den nächsten Jahren durch den Einsatz von Umwelttechnologien weltweit führend im Bereich der ”Global Regeneration“ machen. Als Teil des neuen Programms wird 1997 der Prius – ein moderner Hybridantrieb – entwickelt und vorgestellt. Und im nächsten Jahr kommt es zu der Übernahmen von Daihatsu Motor Co., Ltd.

2001 gründet der Vorstandsvorsitzende Fuji Cho das Toyota Institute, in dem die zukünftigen Führungskräfte des Unternehmens ausgebildet werden sollen. 2005 erzielt der Konzern einen Umsatz von 191,1 Milliarden US Dollar und die Produktionszahlen belaufen sich für das nächste Jahr auf mehr als 9,2 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge. Somit liegt Toyota knapp unter der Nummer 1 General Motors. Dennoch ist die japanische Marke der weltweit größte Hersteller von Flurförderzeugen mit einem stetig steigenden Weltmarktanteil von mehr als 26%.

Toyota aktuell

Weltweit erfolgreich und höchst profitabel baut Toyota auch in Deutschland seine Marktposition aus. Bereits 2004 kletterte der Marktanteil auf 3,9%. 2006 war Rekordjahr für die Toyota Deutschland GmbH. 147.995 Neuzulassungen sind ein Plus von 9,8% gegenüber Vorjahr. 5.203 Zulassungen entfielen auf Fahrzeuge der Premium-Marke Lexus. Insgesamt baute Toyota seinen Marktanteil auf 4,3 Prozent aus. Für 2007 liegt das Verkaufsziel auf 153.000 Zulassungen, davon 5.900 Einheiten für Lexus. Somit soll der Marktanteil auf 4,5% steigen.

2006 kam der Yaris als neues Modell auf den Markt. Toyota griff dabei auf den bereits in Japan erhältlichen Vitz zurück. Die neue Generation wird im französischen Valencienne gebaut. Der Kleinwagen Yaris TS soll vor allem Sportlichkeit vermittlen, aber doch kein extremer Rennsportler sein. Das Topmodell der Marke kombiniert auf eine innovative Art Dynamik und Alltagsnutzen. Nur bei genauer Betrachtung fällt das rot-silberne TS-Logo im Kühlergrill auf – von außen deuten nur wenig Zeichen von großem Geschwindigkeitstalent. Auch im Innenraum ist der Yaris TS von seinem alltäglichen Bruder kaum zu unterscheiden. Aber nur bis man in die Details geschaut hat. Das Lenkrad ist nun höhen- und längstverstellbar; der Schaltknauf hat nun auch eine spezielle Optik erhalten. Für die Armaturen wählten die Toyota-Designer Orange, was dem Wagen einen Touch jugendlicher Tapferkeit gibt. Gänzlich neu sind auch die Sportsitze, die hart ausgelegt sind und viel Seitenhalt geben.

Die Sicherheitsausstatung an Bord wurde mit fünf Sternen beim Euro NCAP preisgekrönt. Verformungsresistente Fahrgastzelle, Airbags vorne und an den Seiten sowie Kopf- und Knieairbags sorgen für Wohlgefühl. Serienmäßig gibt es auch ABS und ein elektronisches Stabilisationsprogramm ESP. Angetrieben wird der Japaner von einem extra für Yaris TS konzipierten 1,8-Liter-Benzinmotor. 98 kW/ 133 PS bringen das Modell in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

”Auris“ kommt aus dem lateinischen Wort für Gold - ”Aurum.“ Am 3.3.2007 präsentierte der japanische Hersteller sein neues goldene Modell in Deutschland. Der Auris ist das Highlight im Portfolio von Toyota für das Modelljahr 2007. Es wird markenloyale Kunden begeistern und neue Käuferschichten an die Marke Toyota heranführen.

Gleich zur Markteinführung stehen zwei Versionen zur Wahl – eine mit drei und eine mit fünf Türen. Dazu gibt es auch ganze fünf Ausstattungsvarianten sowie in insgesamt vier verschiedenen Motorisierungen - zwei Diesel- und zwei Benzin-Varianten - angeboten. Das Topmodell ist mit dem stärksten Dieseltriebwerk von Toyota, einem 2,2-Liter D-CAT Common-Rail Motor, ausgestattet. Dieser bietet nicht nur eine souveräne Fahrleistung, sondern ist zugleich einer der saubersten Motoren der Welt. Seine einzigartige Abgastechnologie reduziert gleichzeitig Rußpartikel- und NOX-Emission auf ein Minimum. Mit einer Leistung von 130 kW/177PS und einem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmeter setzt er sich auch mit sportlichen Qualitäten an die Spitze des Marktsegments. Aber auch die weiteren Motorvarianten bieten eine beachtliche Fahrleistung. Der bewährte 1,4-Liter VVT-i Vierzylinder kommt nun mit 71 kW/ 97 PS und der 1,6-Liter-Vierzylinder bietet nun 91 kW/ 124 PS.

Der Auris ist ein europäisches Auto par excellence. Gezeichnet wurde es im südfranzösischen Designzentrum der Japaner und gebaut wird er ausschließlich in den Toyota-Werken in Großbritannien und der Türkei. Und gerade für den europäischen Markt wurde das Modell konzipiert. Das Karosseriedesign ist modern, aber doch nicht revolutionär. Geschmackvoll gestaltet sind die klar gezeichneten Flächen und die kräftige vertikale Profilierung der Front, die sich von der Windschutzscheibe bis zum Stoßanfänger erstreckt. Von großem Vorteil ist die serienmäßige Zentralverriegelung mit Funkbedienung. Es ermöglicht das schlüssellose Entriegeln des Fahrzeugs über die Fahrertür und das Starten des Motors per Start/Stop-Knopf. Äußerst praktisch ist die Gangwechselanzeige, die bei allen Auris Varianten mit manuellem Getriebe durch die Signalisierung des optimalen Schaltzeitpunkts eine kraftstoffsparende und gleichzeitig emissionsarme Fahrweise unterstützt.

Das Lenkrad ist höhen- und längstverstellbar und verfügt über integrierte Bedienelemente (unter anderem zur Steuerung des Audiosystems und Bedienung der Fenster). Im Innenraum wirkt alles hochwertig und bestens verarbeitet. Die beiden großen Rundinstrumente, die direkt vor dem Fahrer positioniert sind, sind die besten, die es in der Kompaktklasse derzeit gibt. Der Kofferraum fasst üppige 354 Liter.

Der Auris ist in der Basisversion ab 15.200 Euro zu haben, die beste Ausstattung erreicht 21.800 Euro, somit nimmt der jüngste Toyota seinen Platz im unteren Mittelfeld seiner Klasse ein.

Tabellarische Übersicht

1930
Gründung der Toyota Motor Corporation
1935
Fertigstellung des ersten Lkw "G1"
1936
Präsentation des ersten Pkw "AA"
1937
Gründung der Toyota Motor Company als unabhängiges, eigenständiges Unternehmen
1947
Als erster Nachkriegs-Pkw erscheint der Toyota SA
1952
Der einmillionste Toyota wird produziert
1956
Beginn des Exports in die USA
1970
Verkaufsstart für Toyota-Fahrzeuge auf dem deutschen Markt
1989
Einführung der Nobelmarke Lexus
1997
Präsentation des Toyota Prius mit Hybridantrieb
2001
Gründung des Toyota Institute
2007
Verkauf des einmillionsten Hybrid-Fahrzeugs Präsentation des "Toyota Auris"