Kfz Daten
Subaru gehört heute zweifelsohne zu den wichtigsten asiatischen Automobilkonzernen. Er ist der größte Allradantriebs-Pkw-Hersteller der Welt. Obwohl er im Vergleich zu vielen seiner Mitbewerber im Automobilbereich eher klein ist, ist Subaru eines der profitabelsten Unternehmen der Industrie.
Die Geschichte von Subaru geht zurück auf Nakajima Aircraft, ein Unternehmen, das 1917 vom Ingenieur Chikuhei Nakajima als Aircraft Research Laboratory gegründet wird. Das Unternehmen von Chikuhei entwickelt sich innerhalb weniger Jahre zum größten Flugzeugbauer Japans.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wird aber die Herstellung von Flugzeugen verboten und der damalige Besitzer, Fuji Sangyo, sieht sich dazu gezwungen, die Produktion umzustellen.
Gleich nach dem Krieg, im Jahr 1946 konstruiert er den Prototypen des ersten japanischen Motorrollers, der auf den Namen ”Rabbit“ hört. Der von einem 135 ccm großen und 2 PS starken Motor angetriebenen Rad sorgt für große Begeisterung noch bei seinem Debüt.
1950 wird die Fuji Sangyo in 12 Firmen aufgeteilt. Fünf dieser Firmen fusionieren zu Fuji Heavy Industries, die sich auf den Bau, Vertrieb und Unterhalt von Flugzeugen spezialisieren will.
Das erste Fahrzeug der Firma erscheint 1954. Es ist kein Flugzeug, sondern das erste japanische Auto mit selbsttragender Karosserie. Es wird nach dem Sternhaufen der Plejaden benannt, der auf japanisch Subaru heißt (aus dem Japanischen: sich zusammentun). Bereits dieses erste Fahrzeug des jungen Herstellers wird zu einer absoluten Sensation in der Presse und auf verschiedenen Ausstellungen. Der Wagen setzt besonderen Akzent auf den Fahrkomfort: die doppelte Querlenker-Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern und doppelt wirkenden Öldruckdämpfern sorgt für ein ausgezeichnetes Fahrverhalten. Obwohl das Fahrzeug auf Grund von Finanzierungsproblemen nicht in Serienproduktion geht, dient es als hilfreiche Basis für die weiteren Modelle des Unternehmens.
Der erste in Serie produzierte Subaru, das Modell 360, erscheint 1958. Dieser entspricht allen Vorstellungen von einem Kleinfahrzeug für das Volk, das in jener Zeit mehrheitlich in Armut lebt. Für das Fahrzeug nutzen die Gründerfirmen ihre Flugzeug-Erfahrung im stabilen Leichtbau. Wegen seiner runden Form erhält der Wagen den Kosenamen Marienkäfer.
Im Mai 1966 wird ein historisches Modell von Subaru vorgestellt – der Subaru 1000. Mit diesem Auto beginnt die Geschichte des Boxermotors bei dem Hersteller, damals kombiniert mit Frontantrieb. Andere Fahrzeugbauer bleiben beim Hinterradantrieb oder sie versuchen sich am Frontantrieb mit Quermotor und asymetrischem Antrieb. Subaru entscheidet sich von Anfang an für den längs eingebauten Boxermotor, eine bei Flugzeugen bewährte Motorkonstruktion. Das verleiht dem Auto einen hohen Grad an Stabilität und Fahrkomfort und ein symetrisches Antriebssystem mit ausgeglichener seitlicher Gewichtsverteilung.
Der 1000 wird sofort zu einer absoluten Sensation und die Marke kann ihre Marktposition und finanzielle Lage im Land der aufgehenden Sonne bestätigen.
1972 ist das Jahr des Subaru Leone 4WD Station Wagen, des ersten Großserien-Personenwagen mit 4WD. Das Modell wird schnell zum durschlagenden Erfolg. Der Allradantrieb verleiht dem Wagen große Stabilität und Zuverlässigkeit selbst im Schnee oder auf unbefestigten Straßen. Zusammen mit dem Boxermotor wird der permanente Allradantrieb zu einem weiteren Markenzeichen und wird bis heute bei allen Modellen des japanischen Fahrzeugbauers eingesetzt.
1983 erweitert der Hersteller seine Produktpalette auf den Kompaktvan Wagon 4WD. Als erstes japanisches Fahrzeug hat der 7-plätzige Wagon schwenkbare Sitze in Kombination mit Klappsitzen und bietet damit ein vielfach variables Interieur für den Personen- und Gütertransport.
Eine weitere technische Erfindung von Subaru ist der 1985 mit dem Modell XT 4WD eingeführte permanente Frontantrieb, der als Symmetrical AWD bezeichnet wird. Die kraftvolle Kombination mit dem starken Boxermotor macht den XT weltbekannt. Er wird von einem wassergekühlten 4-Zylinder-Boxermotor angetrieben, der stolze 135 PS bei 5.600 U/min leistet. Die Eigenschaften des neuen Modells bestätigt der im selben Jahr aufgestellte Weltrekord – der Subaru XT hat den tiefsten Luftwiderstandswert von nur 0.29.
Das ist aber nur der Anfang der langen Liste der Subaru-Weltrekorde. Mit der Spitzenleistung über 100 000 km auf dem Arizona Test Center im Januar 1989 zeigt Subaru eindrücklich, was für ein Potenzial an Leistung der jüngste Subaru Legacy 4WD mit sich bringt. Das Rekordfahrzeug ist ein bis auf wenige Modifikationen serienmäßiger Legacy RS Sedan AWD mit 5-Gang-Schaltgetriebe. Die Distanz von 100 000 km legt er in 447 Stunden, 44 min und 9 Sekunden zurück, was einem Durchschnitt von 223.345 km/h entspricht.
Die Erfolge im Motorsport lassen nicht lange auf sich warten: 1990 gewinnt ein Subaru Gruppe N Legacy die Safari Rallye in Gruppe N (Serienwagen) und gleich im nächsten Jahr kommt Subaru auf Platz 3 bei der Rallye Schweden. 1993 folgt auch der erste Gesamtsieg in einer WRC Rallye, in Neuseeland. Collin McRae sitzt am Steuer des Siegesmodells und ein Jahr später gewinnt der Spanier Carlos Sainz mit einem Subaru Imprezza die Rallyes Akropolis, Neuseeland und Großbritannien.
Der größte Erfolg steht der Marke aber noch bevor. In drei aufeinander folgenden Jahren (1995,1996, 1997) gewinnt Subaru die Rallyeweltmeisterschaft und etabliert sich somit endgültig als einer der technisch innovativsten und erfolgreichsten Automobilhersteller der Welt.
1995 führt der Hersteller das Modell Impreza WRX Sti auf den japanischen Markt ein. In dieses setzt Subaru den von Subaru Technica International entwickelten WRX Sti. Der 2.0-Liter-Turbomotor mit 265 PS katapultiert die 4-türige Limousine in nur 5.5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Am Anfang verkauft Subaru mehr als 400 Autos von diesem Modell am Tag.
Mit dem 1999 eingeführten Subaru Legacy BE/BH stellt der Hersteller auch seine neue Designer-Linie vor. Die markante Form der Flügel des Kühlergrills soll das Erkennungszeichen der Marke Subaru werden, das alle künftigen Modelle prägen wird. 2004 erlebt das Modell eine weitere Überarbeitung und wird als Subaru Legacy BL/BP zum Car of the Year Japan 2003-2004 ausgezeichnet. Bei der Entwicklung des neuen Modells haben es sich die Subaru-Ingenieure zum Ziel gesetzt, fahraktives Verhalten, höchste Funktionalität und aussergewöhnliche Ästhetik in einem Modell zu vereinen. Die Begründung für die Auszeichnung lautet: ”Hier ist ein Auto, das durch ständige Verbesserung an die Bedürfnisse einer neuen Fahrergeneration angepasst wurde, unter Beibehaltung der einzigartigen Subaru AWD-Technologie und des Boxer-Motors, was dem Hersteller-Image der Individualität entspricht.“
Bis heute hat es Subaru geschafft, selbstständig zu bleiben und nicht mit anderen Hersteller fusionieren zu müssen. Von 2000 bis Oktober 2005 hält allerdings General Motors einen 20%-igen Anteil an Fuji Heavy, was zu der gemeinsamen Entwicklung von einigen Modellen führt (Saab 9-2X auf Basis des Subaru Imprezza, oder Subaru Traviq auf Basis des Opel Zafira).
Seit 2005 besteht eine Kooperation zwischen Fuji Heavy und Toyota, die auch als Aktionär an Subaru beteiligt ist.
Subaru erweitert sukzessive das Portfolio. Neben Kleinwagen, Limousinen und Kombis nehmen die Japaner mit dem B9 Tribeca auch ein SUV ins Programm. Natürlich mit Boxermotor und Allradantrieb, den beiden typischen Markenfeatures.
Auf eine Stammkundschaft bei praktisch-orientierten Alpen-Bewohnern, Waidmännern und anderen Kraxlern kann der 2006 kräftig überarbeitete Forester zählen. Mit seiner schlichten Kombiform setzt er nach wie vor auf alltagstauglichen Nutzwert statt Showeffekte. Der 2.0X hat nun insgesamt vier obenliegende Nockenwellen und eine variable Ventilsteuerung. Die Leistung wird dadurch um 33PS stärker als bei dem Vormodell und beträgt momentan stolze 158 PS. Das maximale Drehmoment liegt nun bei 186 Nm bei 7400 U/min. Auch die Spitzengeschwindigkeit hat etwas zugelegt und beträgt nun 197 km/h, was in der Klasse der Allradler ein wirklich überzeugender Auftritt ist. Der Motor erfüllt nun auch die Euro-4-Abgasnorm. Detailverbesserungen am Fahrwerk und die Umstellung auf 16-Zoll-Räder haben das Handling merklich verbessert. Der Forster lenkt sich exakter und fährt knackiger um die Kurven. Der Geraüschkomfort und die kurzen Wege bei der Schaltung sorgen für ein richtiges Fahrerlebnis. Im Innenraum warten nun größere Rücksitze und eine neue, mehrstöckige und verstellbare Mittelkonsole.
In der Kompaktklasse geht Subaru mit einem optisch wie technisch revidierten Impreza, der unter anderem das neue Familiengesicht bekommt, an den Start. Ganz richtig! Hierbei handelt es sich gerade um das Modell, dessen wild bollender Sport-Ableger WRC seit Jahren auf den Rallye-Pisten der Welt für Furore und beträchtlichen Image-Gewinn der zivilen Variante sorgt. ”Emotional Design“ nennt der Hersteller das neue Outfit des facegelifteten Familiensportlers: stärker kontinuierte Motorhaube mit Sicken, die vom ebenfalls aktualisierten Kühlergrill schräg nach hinten laufen. Neue Stoßfänger, Scheinwerfer und die Motorhaube sorgen für einen geringeren Luftwiderstand, Spoiler an den Ecken der Stoßfänger vorne sollen die Luft gleichmäßig an den Seiten vorbei leiten.
Im Innenraum fallen sofort die klar strukturierten und einfach zu bedienenden Instrumente auf. Die Verarbeitung ist solide, aber vielleicht eher unauffällig. Deutlicher sind die Änderungen an der Motorisierung. Der 95-PS-Motor des bisherigen Basismodells Impreza 2.0 R wurde ganz gestrichen. Jetzt geht es mit dem Zweiliter-Benziner im Impreza 2.0 R los. Dieser Vierzylinder-Boxer leistet 118 kW/ 160 PS und erfreut vor allem mit seiner Drehfreudigkeit – bis 7500 U/Min. Das maximale Tempo von 210 km/h und die Beschleunigung von 0 auf 100 in 8,8 Sekunden sind mehr als zufriedenstellende Zahlen.
Dabei bietet der 2.0 nur eine Basisleistung. Der richtige Spaß beginnt beim 2.5WRX (230 PS und Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h) und erreicht seinen Höhepunkt bei dem WRX STI mit 260 kW und 280 PS bei einer maximalen Geschwindigkeit von 255 km/h, ein max. Drehmoment von 392 Nm bei 4000 U/min.