Kfz Daten
Die Geschichte von Saab beginnt 1937 mit der Gründung des staatlichen Unternehmens Svenska Aeroplan Aktiebolaget (SAA). Die neue Firma, die auf den Bau von Militärflugzeugen spezialisiert ist, entsteht als Zusammenschluss der AB Svenska Jarnvagsverkstaderna mit der Svenska Flygmotor AB in Linköping (Schweden).
Die Produktion des neuen Herstellers entwickelt sich schnell und als Saab 1939 den ASJ Aircraft Division übernimmt, wird es zum größten Industrieunternehmen Schwedens. Bereits in diesem Jahr beginnt man darüber nachzudenken, ob man als Alternative zu der Flugzeugproduktion Autos bauen könne. 15 Ingenieure und der begnadete Designer Sixten Sason werden für das neue Projekt engagiert.
Am 10. Juni 1947 wird bereits der erste Prototyp 92.002 der Presse in Linköping vorgestellt. Ein paar Monate später geht das Modell unter dem Namen Saab 92 in Serie. Es bietet eine selbsttragende Karosserie und Vorderantrieb und seine Silhouette erinnert an den Flügel eines Flugzeugs. Mit dem Namen ”Saab 92“ begründet die Marke auch ihr Image: Er steht von Anfang an für Innovation und Originalität. Da alle Zahlen bis 8 Flugzeugmodellen vorbehalten sind, beschließt man, die Automobile mit der Nummer 9 beginnen zu lassen.
1950 beginnt eine beispiellose Serie von Rallye-Erfolgen. Bei der Rallye Monte Carlo in diesem Jahr starten gleich zwei Fahrzeuge der Marke und beide erreichen das Ziel – Rolf Mellde als 69. gesamt und Greta Molander als 8. in der Ladies Class und 55. gesamt. Nur drei Jahre später gewinnt die legendäre Fahrerin Greta Mollander auch die Europameisterschaft in der Damenwertung.
Mit dem Saab 93, vor allem der Sportversion des Modells, die 1956 die Great American Mountain Rally gewinnt, setzt sich die Marke auch in den Vereingten Staaten durch.
Am 22. November 1967 wird der Presse der neue Saab 99 vorgestellt. Es ist das erste komplett neue Modell des Herstellers seit dem Saab 93 aus dem Jahr 1960. Dieses Modell leitet er eine völlig neue Fahrzeuggeneration ein. Die Limousine, in der fünf Personen Platz finden, wird schnell zum größten Verkaufserfolg der Marke und wird im Produktkatalog bis in die 80er behalten. 1976 wird er sogar mit einem Turbo ausgerüstet, womit die Geschichte des Turboladers in alltagstauglichen Fahrzeugen der Serienproduktion beginnt.
1978 stellt die Marke ein weiteres legendäres Modell vor – der Saab 900. Dieser basiert auf der Plattform des Saab 99, hat aber einen längeren Radstand und um 21 cm längere Karosserie, neue Front und komplett neues Innendesign. In den USA wird das Modell sogar zum besten Auto der 80er gekürt und etabliert sich schnell zum Lieblingsgefährt der amerikanischen Elite.
1985 erscheint auf der Stockholm Motor Show auch der Saab 9000, mit dem der Hersteller eine revolutionäre Direkteinspritzung einführt – auf jeder Zündkerze sitzt eine eigene Zündspule und somit kann auf einen Zündverteiler komplett verzichtet werden. Das Modell, das von dem Stardesigner Giorgietto Giugaro entworfen wurde, findet sofort Einlass in den erlesenen Club der luxuriösen Familienlimousinen. Die zwei Jahre später vorgestellte Cabrioversion wird ein enormer Erfolg, insbesondere in den Vereinigten Staaten, wo dieser Wagen von Anfang zu einem Kultauto wird.
1987 rollt der zweimillionste Saab vom Band des schwedischen Fahrzeugbauers. Unter dem Motto ”50 years in the air – 40 years on the road“ veranstaltet der Konzern eine große Jubiläumsfeier in Trollhättan, wo die Zentrale der Firma gelegen ist.
1990 werden dann Automobil- und Flugzeugbau getrennt, sogar die Lkw-Produktion wird ab diesem Jahr als eigenständige Marke hergestellt – Scania. Die Automobilsparte trägt den Namen SAAB Automobile AB, die seit Januar 2000 zu 100% dem amerikanischen Konzern General Motors gehört.
Das Wichtigste für Saab war und bleibt, individuell und anders zu sein. Auch heute setzt Saab weiterhin auf Avantgarde und ist verstärkt in der Marktnische der sauberen Autos aktiv, zum Beispiel mit dem Saab Bipower, der mit Bioethanol fährt.
Der Anfang des 21. Jahrhunderts war ruhig bei Saab. Ab 2005 stehen dafür echte Neuheiten an: Ab September 2005 gibt es zum Beispiel die Kombiversion des 9-3, die mit einem Kofferraumvolumen zwischen 419 und maximal 1273 Litern sicher nicht zu den geräumigsten Vertretern in diesem Segment zählt. Wer aber die umklappbare Beifahrersitzlehne bestellt, kann bis zu 2,65 Meter lange Bretter transportieren. Bei der Spitzenmotorisierung, einem 2,8-Liter-V6, handelt es sich um ein neues aufgeladenes Aluminiumaggregat mit variabler Ventilsteuerung und einem maximalen Drehmoment von 350 Nm bei 2000 Umdrehungen/min.
Vor allem aber als Cabrio Version erfreut sich der 9-3 großer Kundenresonanz. Der neue Saab 9-3 soll an die Erfolge des Vorgängers, des Saab 900, anknüpfen und die vor sich hin leicht schlingernd bewegenden Verkaufszahlen der GM-Tochter wieder nach vorne bringen.
Das 9-3 Cabrio präsentiert sich als ein waschechter Saab und das im besten Sinne des Wortes. Markant nach wie vor die hohe Seitenlinie und das starke Heck. Das mehrlagige Textildach verschwindet innerhalb von wenigen Sekunden in der Versenkung und der Verdeckkasten schiebt sich wieder hinter die Sitze. Traditionell werden Saab Cabrios von Vierzylinder-Triebwerken mit Turbotechnik angetrieben. Dabei reicht das Leistungsspektrum vom 1,8 T mit 110 kW/ 150 PS bis zum 2.0 T Aero mit 154 kW/210 PS. Den Technikbegeisterten wird auf jeden Fall der Saab 9-3 2.0 T mit 129 kW/ 175 PS gefallen. Die unterschiedliche Fahrleistung wird allerdings nicht über die Größe des Motors, sondern über Motorelektronik und Ladedruck geregelt.
Das neue Cabrio fährt sich agil und dynamisch. Die Verarbeitung des Innenraums ist präzis und elegant und das Platzangebot ist wirklich beachtlich. Selbst mit vier Erwachsenen und geschlossenem Dach kommt keine Platzangst im Innenraum auf.
Aus der schwedisch-amerikanischen Beziehung zwischen Saab und General Motors entstand das Modell 9-7X. Auf den ersten Blick ist das Auto mit 4,90 Metern der größte Saab aller Zeiten. Doch in Wahrheit verbirgt sich unterm Blech rein amerikanische Großtechnik vom Chevrolet Trailblazer. Der Mischling hinterlässt daher einen zwiespältigen Eindruck. Zum einen trägt er den Saab Kühlergrill und weist die typischen Saab-Instrumente im Cockpit auf, zum anderen bietet der Schwede aber kaum etwas Innovatives in punkto Design an, was sonst Charaktereigenschaft der Marke ist. Immerhin fährt sich das SUV deutlich besser als der Trailblazer. Das Fahrwerk erweist sich als europa-tauglich und hält das Auto straff in der Spur. Für die Motorisierung hat der Konzern was starkes vorgesehen - ein 4,3-Liter-Sechszylinder mit 290 PS und ein 5,3-Liter-Achtzylinder mit 300 PS. Die zweite Version ist das Spitzenmodell der Serie. Neben einer höheren Fahrleistung (190 km/h -Höchstgeschwindigkeit) bietet das Modell eine umfangreiche Ausstattung und die moderne Zylinderabschaltung. Ansprechend ist auch der moderne Allradantrieb, der die Kraft je nach Straßenverhältnissen von der Vorder- auf die Hinterachse verteilt.