Kfz Daten
Wie die Chronologie eines Staates liest sich die Geschichte eines der traditionsreichsten Automobilhersteller der Welt - Opel. Auf- und Abstieg, Gewinner und Verlierer, dramatische Wandel, Verluste und Rekorde zeichnen die Laufbahn der 108-jährigen Legende aus.
Alles begann mit den Brüdern Fritz und Wilhelm Opel. 1899 erwarben sie die Motorwagenfabrik des Dessauer Hofschlossers Friedrich Lutzmann und die Fahrzeugfertigung konnte sofort beginnen.
Das erste Modell, der vom Band des Stammwerks in Rüsselsheim rollte, war der ”Opel Patent-Motorwagen System Lutzmann". Dieser leistete 3,5 PS und erreichte eine Geschwindigkeit von 20 km/h. Noch vor der Jahrhundertwende wurden die ersten zwanzig Fahrzeuge ausgeliefert.
1902 kam die erste Opel-Eigenkonstruktion auf den Markt - das Modell bot 10/12 PS und verfügte über einen neu entwickelten Zweizylindermotor. Die Produktpalette der Marke wurde nun auch auf Motorräder erweitert. Das erste Modell hörte auf den Namen ”2PS Motorzweirad" und kostete 700 Mark.
Die Marke Opel gewann schnell Popularität und im Jahr 1906 wurde bereits das eintausendste Opel Automobil ausgeliefert, was für die damaligen Verhältnisse eine Verkaufssensation darstellte.
Bereits in diesen frühen Jahren war Publicity und Marketing besonders einflussreich. Aus diesem Grund ist der Sieg des Opel-Fahrezugs beim Kaiserrennen 1907 besonders wichtig. Die Marke erhielt den Kaiserpreis für das beste deutsche Automobil und wurde zugleich Hoflieferant.
1909 erschien der berühmte ”Doktorwagen". Das Automobil war speziell für den Mittelstand entwickelt worden: es war klein, kompakt und wurde zu einem deutlich niedrigeren Preis als die Fahrzeuge der Konkurrenz angeboten. Wegen seiner wendigen Form konnte der ”Doktorwagen" in engen Straßen und Gassen einfacher rangiert werden. Ärzte, Tierärzte und Rechtsanwälte konnten so leichter zu ihren Klienten kommen.
Aber Glück und Unglück lagen dicht beieinander. 1911 ging die Stammfabrik in Rüsselsheim in Flammen auf. Für die Fahrradproduktion und die Produktion von Nähmaschinen bedeutete dies das Aus.
Aus den Ruinen entstand ein neues Werk, damit die Geschäfte wieder belebt werden konnten.
1914 war das Jahr einer Opel-Sensation: Mit dem Grand Prix Rennwagen 260 PS entwickelte das Unternehmen den stärksten Opel Motor aller Zeiten. Der Wagen besaß einen gusseisernen Reihenvierzylinder, mit einem Hubraum von 12 Litern, einer oben liegenden Nockenwelle, 16 Ventiltechnik und einem Vierganggetriebe.
1920 führte Opel erstmal die Fließbandproduktion ein, die zu niedrigeren Produktionskosten führte. Dadurch konnte das Unternehmen den legendären ”Laubfrosch" anbieten, der dank seines günstigen Preises schnell zum Liebling der Deutschen wurde.
Die 20er Jahre waren schwierige Zeiten für den Opel-Konzern. Aufgrund der angespannten ökonomisch-politischen Lage herrschte eine generelle Rohstoffknappheit und die Fahrzeugpreise stiegen ins Unermessliche. Nur 724 Automobile verließen die Werke von Opel. Dafür konnte aber die Rennradsparte gute Gewinne erwirtschaften. Vor allem das Modell ”Blitzrad" zählte zu den Verkaufsrennern des Konzerns. Opel führte auch zahlreiche Innovationen ein, wie zum Beispiel den Luftkissen-Sattel und die Integral-Bremsanlage, die für mehr Komfort und Sicherheit sorgten.
Als Rettungsmaßnahme für die angeschlegene Automobilsparte investierte Opel eine Million Goldmark in die Motorisierung der Fahrzeugfertigung. Damit die Produktionskosten möglichst niedrig blieben, führten die Rüsselsheimer als erster deutscher Hersteller die Großserienproduktion mit Fließbandtechnik ein. Das erste in dieser Weise gefertigte Modell verließ das Hauptwerk 1924. Der ”Opel 4/12 PS" war das billigste Automobil auf dem deutschen Markt - nur 1.990 Reichsmark kostete der Neuwagen im Jahr 1926.
Mit einem Marktanteil von 37,5 Prozent war Opel 1928 der größte deutsche Automobilhersteller. Im selben Jahr erschien der erste Achtzylinder - der Luxuswagen Regent.
Die kreditfinanzierte Konjunktur brach Ende der 1920er Jahre mit der Weltwirtschaftskrise zusammen und als erste litt darunter die Automobilindustrie. Der Opel-Konzern sollte nun verkauft werden, damit dem Krisen-Fiasko entkommen werden konnte. Nach langen Verhandlungen übernahm die General Motors Corporation die Aktienmehrheit an der Adam Opel GmbH.
Der amerikanische Hersteller machte sich die Tradition von Opel zunutze und bewahrte den Namen und die Eigenständigkeit der Marke. Die Ergebnisse ließen nicht lange auf sich warten: Als erster deutscher Hersteller überschritt Opel bei der Jahresproduktion Mitte der 1930er Jahre die 100.000-Fahrzeug-Grenze.
1935 erschien der Opel Olympia, der schnell zu einer Sensation wurde. Das Modell bot als erstes Fahrzeug in Deutschland eine selbsttragende Ganzstahl-Karrosserie in Großserienfertigung. Und der 1936 vorgestellte Opel Kadett war wegen seines Verkaufspreises von 2.100 Reichsmark ein richtiges Volksmobil.
1939 erreichte das Unternehmen die Spitze: mit 25.000 Mitarbeitern und den höchsten Produktionszahlen war Opel der größte und fortschrittlichste Automobilhersteller in Europa.
Die Produktion konnte gleich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wiederbelebt werden. 1946 verließ der erste Opel Blitz das Gelände in Rüsselsheim. Ende der 1940er übernahm General Motors wieder die Führung.
Als 1953 die Produktionszahlen wieder Quote 100.000 erreichten, war die Finanzkrise der 20er Jahre längst vergessen. Vor allem die Modelle Olympia Rekord, das 1953 zum Star der IAA avancierte, und Kapitän, das 1955 auf den Markt kam, konnten große Gewinne für das Unternehmen erzielen.
1956 rollte das zweimillionste Automobil vom Band der Opel-Werke und 1962 wurde die völlig neue Fabrik von Opel in Bochum eröffnet. Dort wurde zunächst ausschließlich der neue Opel Kadett gebaut. Das Modell wurde schnell zum Bestseller der Firma, und bereits vier Jahre später verließ der einmillionste Kadett das neue Werk. 1972 übernahm die Marke wieder die Spitzenposition in Deutschland mit einem Marktanteil von 20,4 %.
1982 eröffnete der Konzern sein erstes Werk im Ausland - in Zaragoza, Spanien. Dort wurde der neue Kleinwagen Corsa gebaut, der schnell zum meist-verkauften Fahrzeug in seinem Segment wurde. In Deutschland entwickelt, bewährte sich der Opel Corsa als Autokonzept für den paneuropäischen Markt. Die voll-automatisierte Fertigung erfolgte in Spanien, die Motoren kamen aus Wien-Aspern.
Den technischen Fortschritt der Marke unterstrichen vor allem die Siege von Walter Röhrl in seinem Opel Ascona bei der Rallye Monte Carlo und der Rallye-Weltmeisterschaft. Diese Rennsporterfolge steigerten den Bekanntheitsgrad der Marke weltweit.
Seit Anfang der 1990er befindet sich Opel in einer der schwersten Krisen seiner Geschichte. Vielfältige Fehler in den Bereichen Marketing, Qualitätssicherung , Produktion und Modellentwicklung führten zu einem massiven Personalabbau, Streiks und einem negativen Image der Marke. Inzwischen glaubt man aber bei Opel, dass die Krise überwunden ist. Die Produktionszahlen steigen seit Beginn des neuen Jahrhunderts kontinuierlich an und auch die Qualitätsmängel scheinen bewältigt zu sein.
2005 landete Opel wieder auf Platz 2 bei den Neuzulassungen. Darüber hinaus wurde die Modellpalette um attraktive Fahrzeugen erweitert. Aus der neuen Generation an Opel-Modellen avancierte vor allem der neue Zafira zum Liebling der Fachpresse. Noch im Jahr 2005 wurde er mit dem goldenen Lenkrad ausgezeichnet.Bei Opel geht es nach wirtschaftlich schwierigen Jahren wieder aufwärts - zumal die neuen Modelle keine bösen Überraschungen in Sachen Qualität und Sicherheit bieten. Die Kundenresonanz lässt nicht lange auf sich warten: Der Astra verkauft sich gut, aber auch der Meriva und der Zafira überzeugen mit ihrem ausgeklügelten Raumkonzept.
Das Topmodell von Astra - der Astra GTC 2.0 Turbo - steht serienmäßig auf 225er Reifen mit 17-Zoll Felgen. Die Dachlinie läuft deutlich flacher, als bei den anderen Versionen, und fällt stark nach hinten ab. Das mutig geschnittene Heck und die relativ kurze Front ergänzen den aufgestylten sportlichen Look. Und das Äußere täuscht nicht. Das kräftige Zweiliter-Aggregat bietet eine hervorragende Leistung von 147 kW und 200PS. Der Vierzylinder beschleunigt den Opel von 0 auf 100 km/h in knapp acht Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h lässt kaum Wünsche offen. An 1.950 U/min stehen 250 Nm zur Verfügung, maximal sind es 262 Nm. Den Durchschnittsverbrauch gibt Opel mit 9,3 Litern Benzin auf 100 km an. Das Opel Coupe bietet Platz für maximal fünf Personen, optimalen Sitzkomfort haben aber nur Fahrer und Beifahrer.
Der Opel Zafira wurde zu einer Sensation noch bei seinem Debüt 1999. Äußerlich passt das Modell perfekt zu der Opel-Modellfamilie. Im Innenraum erfreut sich der Fahrer am klar gegliederten Cockpit und an vielfältigen Ablagemöglichkeiten. Das großzügigste Platzangebot im Coupe genießen Fahrer und Beifahrer, aber auch die zweite Reihe bietet genügend Freiheit. Die Sitze sind bequem konzipiert und die Sitzposition lässt sich leicht einstellen.
Laut Opel sollen auf der 4,32-Meter-Länge des Zafira bis zu sieben Leute Platz finden. Die hinterste Reihe ist allerdings nur eine ”Klappbank", die bei Bedarf aus dem Boden geholt wird. Aber gerade wenn das Maximum an Personen erreicht ist, schrumpft der ansonsten großzügige Kofferraum auf ein Minimum.
Die Basisausstattung umfasst vier Airbags, ABS, Traktionskontrolle und Zentralverriegelung. Das Topmodell ”Elegance" verwöhnt darüber hinaus mit CD-Radio, vier elektrischen Fensterhebern und Klimaanlage. Der 1,8-Liter große ”Allround-Motor" treibt neben dem Zafira auch Astra und Vectra an. Im Zafira hinterlässt er einen sehr guten Eindruck und sorgt für eine in seinem Segment unschlagbare Fahrleistung. Das maximale Drehmoment von 170 Nm wird bei 3.400 Drehungen/Min. erreicht. Die 115 PS sorgen in Verbindung mit der Vierstufenautomatik für eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h. Tempo 100 erreicht der Elegante in 14 Sekunden. Der Durchschnittsverbrauch ist gegenüber den Wettbewerbern sehr moderat - laut Herstellerangaben 8,9 Liter pro 100 km.