Kfz Daten
Die Marke MINI gehört seit 2001 zur BMW-Gruppe. Der Kleinwagen wird im Rahmen des neuen Produktionswerks in Großbritannien in den Werken Halms Hall, Oxoford und Swindon gefertigt.
Als Alexander Arnold Constantine Issigonis (Sir Alec) an dem Projekt MINI arbeitete, konnte er sicherlich nicht ahnen, welch ein Kult um sein Werk in den Folgejahren entstehen würde. Ende des Jahres 1956 erhielt er von dem Chef der British Motor Corporation (BMC) den Auftrag, Projekt für einen Kleinwagen zu entwerfen. Das Ziel war klar abgesteckt: die Entwicklung eines sparsamen Wagens in der großen Tradition der Vorkriegsmodelle von Austin Seven und Morris Minor. Darüber hinaus sollte Issigonis so schnell wie möglich mit dem Entwurf fertig sein, da die Ölpreise wegen der Ägyptischen Krise aus 1956 ins Unermessliche schossen und das einzige Segment, das zu dieser Zeit eine Chance auf dem Markt hatte, waren deshalb nur sehr sparsame Autos.
Issigonis entschied sich für ein Front-Antrieb-Konzept mit quer stehendem Motor. Die anfängliche Leistung von 37 PS wurde aus technischen Gründen auf 34 PS und 848 ccm Hubraum reduziert, was immer noch eine beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h bedeutete. So überzeugend die Leistung auch sein mochte, war das Design des neuen Modells revolutionär und stets durch die minimalistische Philosophie geprägt: die nach außen gerichteten Blechfelze zwischen Kotflügeln und Karosserie ließen sich billiger als die üblichen herstellen, zum Öffnen der Tür diente ein schlichter Seilzug und vor Fahrer und Beifahrer spannte sich statt eines Armaturenbretts eine kleine Ablage.
Sein Debüt erlebte der MINI am 26. August 1959 und zwar in allen Ländern gleichzeitig, in denen BMC vertreten war. Trotz der guten Resonanz begannen die Verkäufe eher verhalten. BMC sah sich dazu gezwungen, ungewohnte Maßnahmen zu ergreifen, um den MINI zu retten und avancierte das Modell zum Automobil der britischen Elite. Und dann entdeckte die Londoner Schickeria den flotten Flitzer. Allen voran - Lord Snowdon, Gemahl von Prinzessin Margaret. Und wenn ihre Schwester, die Queen selbst, sich von Sir Alec den MINI Classic in einer Probefahrt vorführen ließ, war dem kleinen Wagen das nötige Image gesichert.
1961 kam die vom Rennwagenkostrukteur John Cooper entworfene Version des MINI auf den Markt. Die Motorleistung im neuen Modell stieg auf 55 PS und somit auch die Höchstgeschwindigkeit auf rund 136 km/h. Die Reaktionen auf das neue Modell waren euphorisch und der neue MINI verwandelte sich schnell in den absoluten Exportschlager der BMC-Gruppe.
Ein wichtiges Jahr in der Geschichte des kleinen Flitzers ist 1964, als Paddy Hopkirk mit einem MINI Cooper S die Rallye von Monte Carlo gewann. Um den Triumph der MINI Cooper komplett zu machen, belegten seine Teamkollegen Timo Mäkinen und Rauno Aaltonen die Plätze vier und sieben.
Nur neun Jahre nach der Premiere von MINI feierte man bei BMC den 1.000.000. Wagen der Marke. 1965 stellte der Hersteller auch eine weitere Variante des MINI Classic vor, die ursprünglich für den militärischen Einsatz vorgesehen war. Für die neue Variante fuhr Issigonis die Hydrolastik-Federung für die gehobenen Saloon-Modelle ein. Außerdem waren bei dem neuen MINI die Feder- / Dämpfer- Einheiten von Vorder- und Hinterachse seitenweise miteinander verbunden und sorgten somit für mehr Fahrkomfort. Das Publikum war begeistert und die Jahresproduktion des neuen Classic erreichte einen Spitzenwert von 244.359 Einheiten.
Das Jahr 1972 gilt als eines der erfolgreichsten in der Geschichte von MINI: von dem überarbeiteten Modell von MINI Classic wurden 306. 937 Einheiten gebaut und somit stieg die Zahl der verkauften MINIs auf 3.000.000 Einheiten seit dem Debüt im Jahr 1956.
1990 erkannte die nun für die Marke MINI verantwortliche Land Rover Group Marktchancen und ließ den MINI Cooper wieder aufleben. Das Modell erreichte aber nicht den erwarteten Erfolg und die Verkaufszahlen fingen an, kontinuierlich zu sinken.
Im Jahr 2000 wurde offiziell die Produktion von MINI Classic eingestellt. Für einen Augenblick dachte man, dass die Legende ein trauriges Ende haben wird.
Das Ende ergab sich aber als der Anfang eines triumphalen Aufstiegs. Für eine kurze Zeit übernahm die BMW Group den Hersteller von MINI - Rover. Nach einigen Jahren gab der deutsche Hersteller ihn wieder ab. Nur die Kleinwagensparte blieb in bayerischer Hand, um mit dem MINI One im Jahr 2001 eine Legende zu beleben. Im September 2001 war es soweit und die offizielle Markteinführung konnte gefeiert werden.
Der Erfolg des MINI übertrifft inzwischen selbst die kühnsten Erwartungen. Der unter der Schirmherrschaft von BMW in England gebaute Kleinwagen entwickelte sich zum begehrten Trendauto. Der klare Star der Produktpalette ist der Cooper.
Das Prinzip MINI ist sich auch nach mehr als 50 Jahre treu geblieben: edles Design, kostbare Verarbeitung und modernste Technik. Im Innenraum herrscht eine Atmosphäre, die man als Mischung zwischen Nostalgie und modernem Design bezeichnen kann. Ein zentral angeordneter Tacho und ein Drehzahlmesser direkt im langen Radstand sorgen für sportlichen Look und ein Kartsport-ähnliches Fahrgefühl. Diese Eindrücke werden von dem griffigen Sportlenkrad und den kurzen Schaltwegen am 5-Gang Getriebe unterstützt.
Die BMW Ingenieure haben einiges für den Fall der Fälle vorgesehen – der MINI Cooper ist mit Front- und Seitenairbags ausgestattet, sowie optional mit dem Kopfairbagsystem AHPS 2 (Advanced Head Protection System).
Stilvoll aber auch etwas ungewohnt wirkt das Design des MINI Cooper. Die Kippschalter für die Klimaanlage, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte sind in der Mittelkonsole eingepasst. Hinter den Tür-Innenverkleidungen befinden sich kleine Fächer, die groß genug für, zum Beispiel, einen Reiseatlas sind. Die Verarbeitung der Sitze und der einzelnen Elemente ist tadellos und bieten perfekte BMW-Qualität. Mit 115 PS zeigt der Cooper einiges an Temperament. Tempo 100 erreicht der Kleinwagen in 9,2 Sekunden und das maximale Drehmoment liegt bei 149 Newtonmeter bei einer max. Drehzahl von 6000 Drehungen.