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Kreativität, Mut und Ideenreichtum – diese Werte zeichnen die Geschichte der Chrysler-Automobile aus, die durch ihre Einzigartigkeit, moderne Technologie und innovatives Design bestechen.
Die Geschichte des heutigen Multi-Milliarden Konzerns begann allerdings nicht in einer Werkstatt, sondern bei der amerikanischen Eisenbahn. Dort arbeitet der Gründer der Marke Walter Chrysler bis er sich Anfang des 20. Jahrhunderts sein erstes Auto kauft. Walter Chrysler war schon immer von Technik fasziniert: 25 Mal zerlegt der gelernte Eisenbahningenieur den Wagen, um die Technik besser zu verstehen. Schon kurze Zeit danach geht sein größter Traum in Erfüllung: das erste Automobil mit seinem Namen ist gebaut und kann der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Walter findet auch den besten Platz dafür: das Foyer des New Yorker Commodore-Hotels. Der Ingenieur will ursprünglich sein Fahrzeug auf der im 1924 stattfindenden Automobil-Show ausstellen. Die Teilnahme wird ihm allerdings mit der Begründung verweigert, dass sich sein Fahrzeug noch nicht in Produktion befinden würde. Chrysler findet die perfekte Lösung: der Chrysler Six wird im Foyer des Commodore-Hotels geparkt, wo jeden Tag viele Journalisten und Investoren ein- und ausgehen. Die Presse feiert das Fahrzeug als riesigen Erfolg und dem jungen Fahrzeugbauer gelingt es noch im selben Jahr sagenhafte 32.000 Exemplare zu verkaufen.
Damit ist der Startpunkt für eine beispiellose Karriere gelegt, die eine ganze Epoche prägen wird.
Am 6. Juni 1925 wurde die Chrysler Corporation gegründet. Das Unternehmen wächst rasant mit 3.800 Händlern allein in den USA noch im selben Jahr. Das finanzielle Erfolg verspätet sich auch nicht und im 1926 erzielt die Chrysler Corporation einen Profit von 17,4 Mio. Dollar, der zu seiner Zeit eine imposante Zahl darstellt.
1928 übernimmt die Chrysler Corporation per Aktientausch die Dodge Brothers Inc., ein Unternehmen, das mindestens fünf Mal so groß wie die Firma von Walter Chrysler ist. Im selben Jahr werden auch die neuen 6-Zylinder Modelle Plymouth und DeSoto eingeführt, die die Marke Chrysler als einen der Marktführer etablieren. Bereits wenige Jahre nach seiner Firmengründung zählt Chrysler zu den ”Big Three“, den drei größten amerikanischen Automobilherstellern Amerikas.
Der Ideenreichtum der Marke wird ab den 60ern mit Innovation und technischer Revolution assoziiert. Das Unternehmen entwirft das erste im Windkanal entwickelten Serienfahrzeug, Automatikgetriebe, servounterstützte Bremsen oder Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern – Innovationen, die die Leidenschaft für außergewöhnliches Design und fortschrittliche Technik unterstreichen. Viele der bahnbrechenden Entwicklungen dieser Zeit werden zum Standard in der Automobilindustrie in den nachfolgenden Jahrzehnten.
Die technische Faszination der Chrysler Corporation beschränkt sich allerdings nicht nur auf Fahrzeugtechnik: 1968 startet der erste bemannte Raumflug des Apollo-Programms, angetrieben von einer Trägerrakete Saturn 1B, die von Chrysler Ingenieure mitentwickelt wurde.
1973 fließen zum ersten Mal Entwicklungen aus der Flugzeugelektronik in die Fahrzeugentwicklung ein – in diesem Jahr wird die elektronisch gesteuerte Zündanlage für Automobile entworfen.
In den 70ern Jahren erschwert sich der Automobilhandel durch rasant steigende Benzinpreise, schärfere Abgasgesetze und die bis dahin schwerste Ölkrise in den USA. Als Reaktion auf diese Umstände entwickelt Chrysler völlig neue Fahrzeugkonzepte: leicht, kompakt und sparsam. Diese können das Unternehmen aus der schwierigen Situation doch nicht retten: Millionenverluste drohen dem Konzern mit Konkurs.
Der neue Direktor der Chrysler Corporation Lee A. Iacocca unternimmt überraschende Maßnahmen – er startet ein Programm zur Entwicklung neuer Modelle in Höhe von 6,6 Milliarden Dollar. Das Risiko bringt Erfolg. Die Verbraucher schätzen Iacoccas Integrität und lassen sich vom neuen Chrysler Modellprogramm überzeugen.
1981 ist ein wichtiges Jahr in der Geschichte des Chrysler-Konzerns und der gesamten US-Automobilindustrie. In diesem Jahr wird die neue kompakte ”K-Car“-Plattform präsentiert, mit der auch das ”Platforming“ zum ersten Mal in der Fahrzeugindustrie realisiert wird: Verschiedene Fahrzeugkonzepte werden auf einer Plattform realisiert, wodurch Vielfalt und Individualität bei gleichzeitiger Kosteneffizienz geschaffen werden.
In den 90er Jahren befindet sich Chrysler wieder auf Erfolgskurs. Engagierte Teams, flexible Produktionstechnologien, attraktive Modellreihen und innovative Design-Ideen überzeugen die Kunden und führen zu Rekordumsätzen in den Jahren 1993, 1994, 1996.
1999 feiert Chrysler sein 75-jähriges Jubiläum und im selben Jahr wird das Jubiläums-Modell Chrysler 300M von der US-Zeitschrift ”Motor Trend“ als ”Car of the Year“ ausgezeichnet.
2001 präsentiert der Konzern die neue Serie seiner erfolgreichsten Modelle - der Voyager und der Grand Voyager - die sich durch viele komfortablen Details und dem brandneuen 2.5 l Common Rail Diesel (2.5 CRD) auf dem Markt schnell durchsetzen. In den nächsten Jahren produziert Chrysler immer mehr neue Modelle sowie ganze neue Serien, die schnell zu Erfolg werden. So entstehen zum Beispiel die ”Chrysler Crossfire“ und ”Chrysler Crossfire Coupe.“ In 2004 erlebt ein weiteres Concept Car seine Premiere – der PT Cruiser Cabrio – ein elegantes Modell mit elektrischem Faltverdeck, vier Sitzen und zwei Türen.
1998 fusionierte Chrysler mit DaimlerBenz in einer sog. Merger of Equals (Fusion der Gleichen). Dabei kam es zum neuen Unternehmen mit dem Namen DaimlerChrysler AG. Der Sitz des neu gegründeten Konzerns ist in Stuttgart, die Tagungen des Vorstands finden abwechselnd in Stuttgart und Auburn Hills (der Sitz des Chrysler-Konzerns) statt.
Mit den Jahren verschob sich allerdings zunehmend das Stimmenverhältnis zugunsten des deutschen Partners und nach dem Rücktritt des amerikanischen Co-Vorsitzenden Robert Eaton wurde Jürgen Schrempp zum alleinigen Vorstandsvorsitzenden. Seit dem 1. Januar 2006 heißt der neue Chrysler-Chef Dieter Zetsche, ein langjähriger Vorstandsmitglied der Daimler- und DaimlerChrysler-Konzerne.
In den letzten Jahren schaffte es Chrysler, sich erneut aus einer drohenden Finanzkrise zu retten. Die Wende brachte allerdings nicht eine der in den USA populären Trucks, sondern eine Wiederbelebung des klassischen Muscle Car – ein eindrucksvolles, typisch amerikanisch gestyltes Chrysler 300C.
Der Chrysler-Konzern bietet momentan 7 Modelle an – von dem kompakten, eleganten PT Cruiser bis zum Minivan Cruiser, der von V6-Motoren mit 3,3 und 3,6 Liter Hubraum getrieben wird.
Chrysler bietet fast bei jedem Segment unterschiedliche Modelle für den deutschen und für den amerikanischen Markt an. So gibt es zum Beispiel den PT Cruiser als viertürige Steilheck-Limousine, sowie als zweitüriges Cabriolet mit Überrollbügel. In den USA bildet ein 2,4-Liter-Vierzylinder in drei Versionen die Motorisierung. Für den europäischen Markt beginnt die Motorenpalette mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder. Außerdem gibt es hier auch einen Turbodiesel mit 2,2-Liter-Hubraum, der in den USA nicht angeboten wird.