Kfz Daten
Die Geschichte von Alfa Romeo begann als im 1906 der französische Automobilbauer Alexandre Darracq auf 36 Hektar Land in Portello, im Nordwesten Mailands, ein modernes Automobilwerk errichtete. Die Produkte der dort gegründeten Fabrik hatten zunächst jedoch keinen Erfolg auf dem Markt und das Unternehmen wurde bald von Geschäftsleuten aus der Lombardei übernommen. Diese gründeten die Societa Anonima Lombarda Fabricia Automobili (A.L.F.A.).
Das erste Auto verließ die Fabrik 1910 – es trug die Bezeichnung HP 24. Der 4,1-Liter-Motor leistete stolze 42 PS, die dem Wagen zu einer damals sensationellen Geschwindigkeit von 100 km/h verhalfen. Ab 1913 erschwerte sich allerdings die Lage in Europa und 1915 verkaufte Darracq seine Aktien an Banca Italiana di Sconto. Der neue Besitzer musste den ernsthaften Liquiditätsproblemen der Firma entgegenkommen und am 21. September 1915 beschloss die Bank einen Kapitalschnitt um 95%. Am 2. Dezember 1915 übernahm die vom Ingenieur Nicola Romeo geleitete Rüstungsgesellschaft Accomandita Ing. Nicola Romeo & Co die Führung des Unternehmens und aus A.L.F.A. wurde der Markennamen Alfa Romeo.
Der technische Erfolg des Konzerns blieb trotz des Zweiten Weltkrieges ungefährdet und in den 30er Jahren baute Alfa Romeo das zu seiner Zeit schnellste Serienauto der Welt – eine Version des 8C 2900, die die unschlagbare Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h erreichte.
Die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Rennen prägten in den 60er und 70er Jahren den Ruf Alfa Romeos als Markenzeichen für Qualität und originelles Design. Alfa Romeo gewann viele treue Kunden, die von dem Fahrspaß und dem starken Motor der Autos überzeugt wurden. Das Unternehmen konnte allerdings wenig für die Kunden aus der Oberklasse und der oberen Mittelklasse anbieten. Ebenso konnte es auch auf dem wichtigen US-Markt keine Präsenz erreichen.
In den 80er Jahren war die Existenz des Herstellers zunehmend gefährdet und Alfa Romeo wurde schließlich im 1986 an den FIAT-Konzern verkauft. Dieser führte Alfa Romeo mit Lancia in die Gesellschaft Alfa-Lancia S.p.A. zusammen. In dieser Form existiert die Marke auch heutzutage.
In 2004 geriet der gesamte FIAT-Konzern in eine wirtschaftliche Krise, von der Alfa Romeo auch nicht verschont blieb. In diesem Jahr wurden nur noch 185.000 Autos hergestellt. In 2005 könnte Alfa Romeo seine Positionen auf dem europäischen Markt allerdings stärken. Nun nennt der neue Chef des FIAT-Tochterunternehmens, Karl-Heinz Kalbfell, als mittelfristiges Ziel die Herstellung von 300.000 Exemplare pro Jahr. Die Steigerung soll mit deutlichen Qualitätsfortschritten und neuen attraktiven Modellen erreicht werden.
Die Modellpalette umfasst aktuell den Alfa 147 (Kompaktklasse), den 159 (Mittelklasse) und den 159 als Kombi-Version. Der Crosswagon Q4 erscheint als Geländekombi, der 166 füllt die Lücke in der oberen Mittelklasse und der Berra wird im 2006 auch als offene Version angeboten. Das offene Modell von Brera trägt den Namen Spider und wurde im 2006 als Cabriolet des Jahres ausgezeichnet.
Das Markenemblem von Alfa Romeo erkennt man auf den ersten Blick. Es setzt sich aus zwei wichtigen Symbolen der Lombardischen Provinz zusammen. Das rote Kreuz auf weißem Grund vereint die Farbe der Bürger und Bauer der Lombardei (rot) mit der des Adels (weiß) und symbolisiert gleichzeitig auch die christliche Ausrichtung der Religion. Das Bild der gekrönten Schlange war eins das Familiensymbol der mächtigen Visconti-Familie. Die Legende erzählt, dass im Jahr 1111 Ottone Visconti einen Fürsten tötete, auf dessen Wappenschild das Bild einer Schlange stand, die ein Kind verschlingt. Kurze Zeit später zierte die gleiche Darstellung die Mailänder Kathedrale als Zeichen der Unverwundbarkeit und Unbesiegbarkeit der Visconti und der ganzen Lombardei.
Lust an Design und leidenschaftlichen Fahrspaß faszinieren die Kunden von Alfa
Romeo. Langjährige Fans der Marke sind anspruchsvoll und der Hersteller legt
deswegen einen besonders großen Wert auf die Sicherheit und den Design der Autos.
In der neuen Brera zum Beispiel sind insgesamt sieben serienmäßige Airbags – inklusive
Knieairbag für den Fahrer – an Bord. Mit viel Liebe zum Detail wird jedes Auto hergestellt
– wie ein polierter Edelstein glänzt der Italiener auf den Autobahnen. Bei der neuen
Brera ist besonders das Heck faszinierend - spitz zulaufende Leuchtbänder, die auf das
Alfa-Logo zeigen. Mit unverwechselbarem Design vereinen alle Modelle Sport und Eleganz.
Prägendes Element ist sicherlich auch das Scudetto – so wird der typische Alfa-Grill
genannt. Aber auch der Innenraum ist "typisch Alfa": Kreisrunde Lüftungsdüsen
und kleine Zusatzinstrumente in den Mittelkonsolen prägen die Optik und faszinieren
sogar den anspruchsvollen Ästheten. Daher wird es klar, warum der Alfa Brera nach dem
bekannten Künstlerviertel in Mailand benannt wurde – die Alfas sind ein Fest für die Sinne.